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Geschäftsstimmung in Europa

Die zwei wichtigen Indikatoren der Geschäftstätigkeit – ifo und Thomson Reuters & OeKB – stellen den die Geschäftsleute erfassten Pessimismus fest. In diesem negativen Trend sind nicht alle Länder in gleichem Maß betroffen.

Geschäftsstimmung in Europa

Die wirtschaftliche Konjunktur in Eurozone bedroht die Schuldenkrise in einigen Ländern. Nach dem Niedergang der Börsenindexe auf den führenden Fondsmärkten des Kontinentes sind auch zwei Indikatoren der Geschäftstätigkeit zurückgegangen. Die letzten negativen Tendenzen haben jedoch nicht die Wirtschaften aller Länder betroffen.

Die Lok von Eurozone bleibt Deutschland

In drittem Quartal hat sich das Geschäftsklima in Eurozone etwas verschlechtert. Also sinkt im August 2011 der Index von Geschäftsoptimismus ifo, der von dem gleichnamigen Institut für Wirtschaftforschungen München erstellt wird, bis zum Zeichen 110,6. Die letzte Senkung dieses Marktkonjunktur-Indikators wurde Anfang 2009 beobachtet. Die Wirtschaftsexperten von ifo-Institut  meinen, das Eurozone „sich zwar im Fahrwasser befindet“, aber gar nicht im gefahrlosen.

Davon bezeugen auch die Stimmungen in der Businessgemeinschaft. Die naher Zukunft bewerten Unternehmer ohne viel Begeisterung. Der ifo-Index, der die Businessstimmung für ein halbes Jahr im Voraus ausweist, ist um 12,4 Zinspunkte gesunken,  bis zum Zeichen 83,6. Trotz der für alle Länder der Eurozone gemeinsamen Probleme (Gefahr der Schuldenkrise und Instabilität auf dem Finanzmarkt) kann man das Geschäftsklima in Eurozone nicht als homogen betrachten. In Deutschland ist derzeit die günstigste Situation, so die Experte des ifo-Instituts. Deutschland folgen Österreich, Finnland und Estland nach.

Wohlwollend beurteilen die München Wirtschaftsexperten die Situation in Belgien, wo es schon mehr als ein Jahr keine Regierung gibt. Der befriedigenden Wertung sind Frankreich, Niederlanden und Slowakei würdig. In Problemländer der Eurozone – in Irland, Spanien und Portugal – hat sich die wirtschaftliche Lage in drei letzten Monate verschlechtert, so die Experte von ifo-Institut.  Am schlimmsten ist die Sachlage in Griechenland.

Geschäftsstimmung in Russland

Um fünf  Zinspunkte ist auch in drittem Quartal 2011 der Index Thomson Reuters & OeKB gesunken, der das Geschäftsklima in Mittel- und Osteuropa charakterisiert. „Die Stimmungen der Investoren in dieser Region haben sich etwas verschlechtert“, - gibt Angele Eickhoff, der Direktor von österreichischen Bank OeKB, zu. Dabei verwarnt sie davon, alle Länder der Region auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Über die gesamten Tendenzen sprechend, schildert sie, dass die Investoren den Konjunkturrückfall erwarten.

Business Consulting Russland

Die Pläne für die nächsten zwölf Monate schmieden sie anhand der pessimistischen Vorhersagen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2011, nach der Bewertung von österreichischen Unternehmern, hat sich das Geschäftsklima am stärksten in Russland, Bulgarien und Slowenien verschlechtert. So ist der Kenziffer für russische Wirtschaft von 61 bis 51 Punkte gesunken. Gleichzeitig, sagt Angele Eickhoff, Russland gelte als Favorit, wenn es um die Neugründung und Geschäftsausbau gehe.

Insgesamt zeigen die westlichen Geschäftsleute ständiges Interesse für Märkte der Länder der Mittel- und Osteuropa. Wie die Forschung von Thomson Reuters & OeKB gezeigt hat, geht die Expansion in diese Region fort, jedoch die Anzahl der neuen Projekte verringerte sich. Diejenigen Firmen, die auf diesen Markt vor der Finanzkrise 2008 gekommen sind, erweitern ihre Präsenz. Die Anzahl der Investoren, die neue Projekte starten wollen, ist kleiner geworden.

Es sind immer mehr deutsche Firmen in Russland

Was die deutschen Investoren in Russland betrifft, werden es immer mehr. Wie Vorsitzender der deutsch-russischen Außenhandelskammer Michael Harms behauptet, wächst die Anzahl von neuen Unternehmen, allerdings nach dem Jahr 2008 nicht so schnell.

Am meisten erfreuen uns da nicht die Quantitäts-, sondern Qualitätskennziffern, betont Harms. Ihm zufolge, erhöht sich in Russland die Zahl der Vertretungen von deutschen Unternehmen, die die Tendenzen auf dem russischen Markt erst beobachten, und auch Unternehmen, die Business bereits führen.

16.08.2011 bfm.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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