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Dank den Bakterien kann man das 10-fache am Biotreibstoff produzieren

Die genetisch veränderten Organismen können sowohl das Biobutanol als auch das immer mehr beliebten Bioäthanol effizient erzeugen.

Dank den Bakterien kann man das 10-fache am Biotreibstoff produzieren

Das Basisverarbeitungsprodukt von Biomasse ist der Äthanol, oder Äthylalkohol. Allerdings enthält der Butylalkohol größere Menge an Energie pro Volumeneinheit im Vergleich zum Äthylalkohol. In dieser Eigenschaft ist er dem Benzin ähnlich. Außerdem kann man das Butanol durch Erdölleitungen transportieren.

Die Herstellung von Biobutanol aus Zuckerrohr, Mais und den anderen pflanzlichen Rohstoffen hat vor etwa 100 Jahren begonnen. Als „lebende Bakterie“ wurde die Bakterie Clostridia acetobutylicum angewendet. Anschließend wurden auch andere Mikroorganismen verwendet, wie Kolibakterien und Hefepilze. Aber die Effektivität ist trotzdem niedrig geblieben. Wenn durch der Vergärung von Mais mehr als 10 Prozent des verarbeiteten Stoffes in Äthanol umgewandelt wird, machen für Butanol diese Ziffern etwas mehr als 1-2 Prozent aus.

Die Forscher der Rice University (USA) haben die E. coli (Escherichia coli) genetisch modifiziert und sie wird um das 10-fache am Butylalkohol erzeugen. Die Manipulationen mit den Genen von Mikroorganismen gestatten die ß-Oxidation, die Zerstörung von Fettsäuren, die die Erzeugung vom bakteriellen Treibstoff begleitet, umzukehren. Da Fettsäuren Kohlenwasserstoffverbindungen sind, stellt ihre Erzeugung statt der Vernichtung die Grundlage für die zusätzlichen Mengen von Treibstoff zur Verfügung.

Dank der Gentechnologie können die Bakterien die verschiedenen Arten der Fettsäuren erzeugen, einschließlich diesen, die zurzeit aus den Pflanzen- und Tier-Ölen gewonnen werden. Außerdem kann man auf diese Weise Cyanobakterien und Hefe vervollkommnen. Die letzten sind zum Beispiel toleranter gegenüber Alkohol, obwohl sie langsamer als E. coli wachsen.

Der Projektleiter Ramon Gonsalez hat bemerkt, dass die neue Technologie bei den privaten Unternehmen  Interesse geweckt hat und  in der Praxis in den nächsten drei Jahren angewendet werden kann. Man erwartet auch den allmählichen Übergang von den Nutz-Futterpflanzen auf die Zellulose als Rohstoff für den Biotreibstoff.

22.08.2011 abercade.ru
Übersetzung aus dem Russischen erfolgte von NBS

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