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Russische Post wird die Fahrtkarten verkaufen

„Post Russlands" beabsichtigt, den größten Sektor des elektronischen Handels - den Onlineverkauf der Flug- und Eisenbahnfahrtkarten zu erobern. Der Umfang dieses Marktes hat im vorigen Jahr 40 Mrd. Rubel ausgemacht.

Russische Post wird die Fahrtkarten verkaufen

Der Umfang des Fahrkartensektors des Marktes des elektronischen Handels habe in 2010 ca. 40 Mrd. Rubel in Russland ausgemacht, es sei ca. 15 % von allen Käufen der Russen im Internet darauf entfallen, sagt der Gründer der Agentur Data Insight Boris Owtschinnikow BFM.ru.

Laut Expertenschätzungen, verkauft die Russische Eisenbahn (RZD) ungefähr 10% der Karten über das Internet, Fluggesellschaften setzen weniger als die Hälfte aller verkauften Karten übers Internet ab.

Die Nachfrage auf diese Dienstleistung sei in den großen Städten konzentriert, da die Bewohner der Metropolen zur Erholung und geschäftlich öfter reisten. Mit all der Nachfrage nach den Onlinekäufen der Fahrkarten, verwenden nur die erfahrenen Internetnutzer diese Dienstleistungen. In den großen Städten gibt es mehr solche Menschen, sagt Owtschinnikow.  

Die Aussichten des elektronischen Handels

Das Potential dieses Marktes ist signifikant. In den langfristigen Aussichten kann der Umfang der Fahrkartenverkäufe über das Internet 90 % von der Gesamtzahl der Fahrkarten erreichen, schließt der Experte nicht aus. In den nächsten fünf Jahren wird E-Commerce-Markt in Russland mindestens um das 2,5-fache wachsen. Die Experten von Data Insight erwarten den größten Anstieg in den Segmenten von Kleidung und Schuhe, Lebensmittel, Flug- und Eisenbahnkarten.

Auch Dmitrij Jakowlew, der Direktor für die Entwicklung des Business Ozon.travel, bestätigt BFM.ru,  dass die Verkäufe der Karten im Netz sehr populär seien. „Diese Dienstleistungen entwickeln sich aktiv in Russland. Zum Beispiel, der Umsatz von OZON.travel sei in der ersten Jahreshälfte 2011 im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des vorigen Jahres um das 7-fache gestiegen, bis zu 1,2 Mrd. Rubel“, sagt er.

Es wird nicht berichtet, wie viel die Post Russlands auf der zusätzlichen Dienstleistung zu verdienen beabsichtigt. Die Gesellschaft wird die Servicegebühr vom Verkauf der Karten für die geleistete Verkaufsdienstleistung bekommen. Ihre Summe hänge von der Region ab und werde unter der Berücksichtigung der marktüblichen Priesen festgelegt, berichtet Presseamt des Postdienstleiters.

Die Gesellschaften, die die Kartenverkäufe durch das Internet anbieten, nehmen für ihre Dienstleistungen von 0 bis zu 5 % vom Kartenwert ein, sagt Dmitrij Jakowlew. Dabei sei die Kommission in den offline-Verkäufen viel höher und könne 10% erreichen.

Es werde der Post Russlands kaum gelingen, den bedeutenden Anteil des Marktes zu gewinnen. Sie werde keine zweistelligen Prozent-Werte erreichen, sagt Boris Owtschinnikow. Es gebe einige Ursachen dazu. Aber eine der wichtigen sei der Mangel am angemessenen Serviceniveau.

„In erster Linie werde der Erfolg des Projektes der Post Russlands von der Organisation des Services abhängen, d.h. von der Auswahl der Karten, dem Austausch, der Rückgabe der Karten und dem Preis“, - sagt Jakowlew.

„Die Qualifikation der Kassierer an den Bahnhöfen sei in Hinblick auf die Suche nach den Fahrkarten und die Lösung der komplizierten Situationen viel höher, als bei den Mitarbeitern der Post, für die es kein Kerngeschäft sei. Außerdem bleibt die Wahrnehmung von Poststelle nach wie vor als unangenehmer Ort, wo die Mitarbeiter nicht gern behilflich sind. Es werde dem Image nur schaden“, - meint Boris Owtschinnikow.

Der Experte schließt nicht aus, dass die Post Russlands für die Erhöhung des Umsatzes von Kartenverkauf die zusätzlichen Geldmittel für die Marketingunterstützung dieser Dienstleistung ausgeben müsse.

Wir es bereits berichtet wurde, investiere die Post Russlands in 2011 14 Mrd. Rubel in ihre Entwicklung. Die Betonung werde auf dem Bau des autorisierten Service-Zentrums (ASZ), der Modernisierung der Front Office, der Logistik und der Einführung der modernen innovativen Technologien gemacht. Es wurde in 2010 8,1 Mrd. Rubel in die Entwicklung investiert.

Russische Post kauft Fahrräder ein

Die Analytiker bemerken im Übrigen, dass der Vorteil des Projektes der Post Russlands darin bestehe, dass der Operator die Barzahlung der Fahrkarten anbietet, meint Boris Owtschinnikow.

Der postalische Operator betont das auch. „Eine bestimmte Nische für solche Dienstleistung sei vorhanden. Für viele ist es bequem bar zu zahlen. Zum Beispiel bezahlen viele den Kauf der Flugtickets in den Handyläden. Außerdem haben nicht alle Verbraucher genug Guthaben auf der Bankkarte, nicht alle Karten seien für das Bezahlen im Internet geeignet. Außerdem seien nicht alle bereit, zum Bahnhof zu fahren. Die nächste Poststelle sei immer näher“, - bemerkt Owtschinnikow.

22.08.2011 bfm.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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