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Konsum in Ruslsand

Die Russen haben ihre eigene Antwort zur Wirtschaftskrise: je schwerer man lebt, desto mehr gibt man aus.

Ende Juni hat die Boston Consulting Group (BCG) ihre Konsum-Studie veröffentlicht. Laut dieser, behaupten 60% der Bevölkerung Russlands, - mehr als in jedem anderem BRIC-Land, - dass die Wirtschaftskrise auf sie einen direkten negativen Einfluss hatte. Nur 29% der Bevölkerung wartet darauf, dass die Wirtschaftssituation sich im Laufe des Jahres verbessern wird. Nach den Angaben der Gesellschaft Nielsen, meinen 69%, dass momentan nicht die beste Zeit für Einkäufe ist. „Kommersant Dengi“ hat klargestellt, aus welchem Grund man trotzdem die Ankäufe macht.

 

Unternehmensberatung Russland

 

Nach der Einschätzung von Nielsen neigt nur ein Drittel der russischen Bürger zum Sparen (beim Welt-Durchschnittsindex von 50%); nach der Meinung der BCG – ist es lediglich nur ein Viertel der Bevölkerung, wobei dieser Wert ist in Russland kleiner als in jedem der 16 Länder, wo die Studie durchgeführt wurde. Das russische Wirtschaftsministerium hat übrigens gemeldet, dass die Neigung der Bevölkerung zu den Ersparnissen das dreijährige Minimum erreicht hat.

Laut  Erhebung von „Renessans Kapital“, ist Bruttoinlandsprodukt in Russland seit Januar bis März auf Kosten des persönlichen Konsum um 4% aus insgesamt 4,9% gestiegen. In der „Renessans Kapital“ denkt man, dass solches Verhalten das Wirtschaftswachstum in Zukunft zugutekommt.

Die 42% der Russen stimmen der Aussage „je mehr man kauft, desto glücklicher fühlt man sich“ zu. Die Kaufsucht in Brasilien (40%) ist vergleichbar groß. Im Großen und Ganzen kaufen die russischen Staatsbürger häufig Kleidung (46% laut Nielsen), und die neue Technik (39%).

Außerdem, nach Angaben von „M.Video“, wird die allmähliche Neuverteilung der Verbrauchernachfrage zu den Güter des mittleren Preissegmentes und „mittleren Plus“ registriert. Die Käufer wählen lieber die moderne Technologien und teure Waren als die aus dem Luxussegment. 

 

Studien - Konsum in Russland

 

Was die Lebensmittelgüter betrifft, ist die Situation ein bisschen anders. Laut Beobachtungen der X5 Retail Group, gibt es einen allmählichen Verfall des mittleren Segmenten, die Verbrauchsnachfrage geht in den Economy-Segment über.

Die BCG-Angaben bestätigen, dass der Teil der Konsumenten, die im Begriff sind teure Güter und Dienstleistungen zu kaufen, bis 18% gesunken hat (um 4% weniger, als im 2011 Jahr). 43% der Befragten haben bestätigen, dass die Wirtschaftskrise sie dazu veranlasst hat, ihre Gewohnheiten zu ändern. Sie schieben ihre großen Käufe auf, versuchen die niedrigen Preise zu finden und nutzen die Gelegenheiten etwas infolge einer Werbeaktion günstig zu kaufen.

Russland als Statistik-Ausreißer

Doch sind die Russen in dieser Hinsicht noch weit von Europäer entfernt. In Frankreich ist solches Konsum-Benehmen für 55% der Bevölkerung typisch, in Italien – für 62%. Russland ist mit 20% auch weit von allen anderen Ländern nach der Zahl der Luxuswaren-Liebhaber, mit Ausnahme von Brasilien (23%), entfernt. Indien belegt mit 14% den dritten Platz und in Japan mögen Luxus lediglich nur 5% der Bevölkerung.

Es gibt einige Faktoren, die die Kauffreudigkeit anheizen. Die Kreditgewährung der Privatpersonen schlägt alle Rekorde. Laut der Angaben der Zentralbank, hat der Zuwachs nach den Ergebnissen Aprils - extrapoliert auf ein Jahr 40% - übergestiegen. Der Größe der Kontobestände ist in dieser Zeit um etwa 20% gestiegen).

Laut der Angaben des Bundesstatistikamts, haben die realen Arbeitslöhne nach den Ergebnissen Mai um 11,1% im Vergleich mit Mai 2011 gestiegen. In der letzten Zeit wachsen sie etwas über 1% pro Monat an, aber der Hauptexperte des Zentrums für Makroökonomische Analyse und Prognose (ZMAP) Dmitrij Belousov erinnert daran, dass der Tarifzuwachs im Juni die Situation verändern wird. Übrigens, sagt er vorher, dass der reale Arbeitslohn nach den Jahrergebnissen um 5-5,5% steigen wird. Der Einzelhandel-Umsatz wird laut der ZMAP-Prognose auch knapp über 5% steigen.

Alexej Beljanin – der  Leiter des Laboratoriums der Versuchs- und Verhaltensökonomie der Wirtschaftshochschule, betont, dass die Leute keine anderen Varianten für Geldanlage sehen, außer etwas konsumtiv zu kaufen. Man kann Rubeln auf ein Bankkonto mit 9-10% jährlicher Rendite zu legen, und diese Rendite werden die Inflation übersteigen (das aktuelle Inflationsniveau liegt unter 4%), aber das Vertrauen zu den Banken ist trotz der Einlagensicherung ziemlich niedrig.

02.07.2012 newsru.com
Übersetzung ins Deutsche – NBS-Research.com 

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