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Genuss-Index: Russen geben mehr als früher für Kaffee und Schokolade aus

Dem Bericht eines Forschungsholdings zufolge, stieg in Russland die Zahl der gekauften Schokoladentafeln und Kaffeedosen um 15% im Vergleich mit November desselben Jahres.

Am Endeffekt stieg der sogenannte von Marktforschungs-Experten errechnete Milchkaffee-Index sofort um 7,6% auf 786 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert innerhalb der fünf Untersuchungsjahre.  Dabei nahm der Kaffeemilch-Index in Moskau im Dezember gleich um 9%, in anderen Großstädten um 6,3% zu.

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Als Grundlage bei der Errechnung des Index gilt die Preis- und Einkaufsdynamik von Kaffee, Milch, Flaschenwasser und Schokolade. Diese Lebensmittel gelten als „Luxus“ für arme Menschen. Flaschenwasser wird beispielsweise bei Wohlstand konsumiert; bei finanzieller Schwäche wird das Leitungswasser getrunken. Schokolade ist überhaupt kein richtiges Essen, sondern nur Nascherei, die durch billigeren Zucker ersetzt werden kann.    

Die Vergrößerung vom Kaffeemilch-Index im Dezember ist teilweise auf den Anstieg der Preise auf Flaschenwasser zurückzuführen. Preise für andere Produkte blieben aber fast unverändert. Der Hauptgrund für den Rekordwert ist also die Tatsache, dass Russen mehr Schokolade und Kaffee einkauften.

Interessant ist, dass die finanzschwachen Russen Ende des vorigen Jahres teureren Kaffee (+8%)  als sonst gekauft haben. Der Durchschnittspreis des durch befragte Besserverdiener gekauften Kaffee nahm aber gleichzeitig um 20% ab. Dabei bevorzugte die letzte Gruppe der Befragten etwa teurere Schokolade (+8%), währenddessen die Bevorzugungen von Mittel- und materiell schwachen Schichten sich kaum verändert haben.

Die im November 2012 durchgeführte Analyse ergab, dass der Preisanstieg die Russen nicht mehr so eng den Gürtel schnallen lässt, wie sie das vor einigen Jahren machen mussten. Die Zahl der Russen, die trotz der Inflation auf ihren gewöhnlichen Lebensstil nicht mehr verzichten wollen, stieg in Russland um dreifache – von 5 bis 15% an.

24.01.2013 newsru.com
Übersetzt durch NBS-Research.com

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