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Russland: Jede vierte unprofitable Bank ist eine ausländische Tochter

Nach Ergebnissen 2012 trugen 48 von 896 russischen Banken Verluste, 13 von denen durch das Auslandskapital kontrolliert werden, so der Vizepräsident der Zentralbank Michail Suchov.

Die Gründe dafür sind der Zentralbank noch nicht bekannt. Möglicherweise sei dies auf hohe Transparenz und „Ehrlichkeit“ dieser Banken zurückzuführen, kommentiert die russische Informationsagentur RIA Novosti. Womöglich existiere ein Teil dieser Banken in Russland nur ohne das Geschäft weiter auszubauen. Dabei übersteigen ihre Verluste ihre Einnahmen.

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Für viele Auslandsunternehmen sind die Jahresverluste, die sie in Russland tragen, kein entscheidender Geschäftsfaktor.  „Im Maßstab der Tätigkeit von Muttergesellschaften sind diese Verluste ein Tropfen im Meer. Höchstwahrscheinlich befinden sich diese Banken im Wartezustand. Nicht für alle Banken gibt es Verkaufspläne, gleichzeitig gelten die negativen Finanzergebnisse als Motivation für die Banken“, - meint der Vizepräsident von der Zentralbank.

Einige asiatische Investoren sind an der Gründung von Banken in Russland interessiert. Möglicherweise kommen sie dieses Jahr auf den Markt, meint Suchov. Dabei hat die Rentabilität und Kapital im russischen Bankensektor alle Chancen auf dem hohen Niveau zu bleiben: 2% und 16-17% entsprechend. Dieser Umstand zieht seinerseits Investoren an, meint der Vizepräsident von der Zentralbank.         

Es wird immer mehr gestohlen

„Es wird immer mehr gestohlen: Letztes Jahr wurden 22 Lizenzen widerrufen, dabei blieb das Kapital nach dem Einsatz der Interim-Verwaltung nur bei einer Bank positiv. Und auch bei der blieben am Ende nur 14 von 140 Millionen Rubel, die sie am Anfang hatten“, - erzählt Michail Suchov.

Seinen Worten nach zeigt es darauf, dass die Finanzberichte in diesen Banken fehlerhaft waren. Interim-Verwaltungen der Bank Russlands entdeckten 24,9 Milliarden Rubel „Kapitallücken“ beim positiven Kapital in 6,2 Milliarden Rubel, welches in Beichten angegeben wurde.        

„Anders gesagt, beim Ausstieg aus dem Banksektor wurde je 1,2 Milliarden Rubel pro Bank gestohlen. Das ist viel“, - stellt der Vizepräsident der Zentralbank fest. Eine der handfesten Tatsachen ist die Straflosigkeit: Es gibt weder subsidiarische noch strafrechtliche Verantwortung für solche Tate. Aufgrund ihrer Probleme beschränkt die Zentralbank die Tätigkeit einiger Banken. Das betrifft in erster Linie Einlagenbeschaffung. Heutzutage ist diese Maßnahme bereits in 3 Banken eingeführt. In 21 Banken wurden andere Beschränkungen eingeführt, welche die Geldeinlagebeschaffung nicht betreffen.

Dieser Bankengruppe bereitet uns weniger Sorgen, weil ihre Probleme rein ökonomischer Art sind: schwere Aktive, geringfügig liquide Investitionen von Menschen, die sich als Aktionäre bezeichnen, und so weiter. Aber mit diesen Banken haben wir Kontakt. Solche Risikozone wird immer bestehen“, - fügte der Vizepräsident der Zentralbank hinzu.          

25.01.2013 newsru.com
Übersetzt durch NBS-Research.com

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