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Korporation RUSNANO bereitet sich auf Abschreibung von 21,8 Mrd. Rubel vor

Der Jahresbericht von RUSNANO beinhaltet eine Reserve von 21,8 Mrd. Rubel (das entspricht in etwa 545 Mio. Euro), 18,4 Mrd. davon sind für die Finanzanlagenentwertung berücksichtigt, 3 Mrd. Rubel – für Verbindlichkeit aus den erteilten Bürgerschaften und 0,4 Mrd. Rubel – für ungedeckte Schulden.

Die Reserven betragen 16,4% von 133 Mrd. Rubel (entspricht ca. 3,3 Mrd. Euro) – diese Summe finanzierte RUSNANO im Laufe der letzten vier Jahre in Projekte.

Die russische Geschäftszeitung Vedomosti berichtet, die Hälfte der Reserve entfällt auf das Projekt mit der Nitol Gruppe zur Polykristallsiliziumherstellung für Solarzellen.

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Ab dem Jahr 2009 investierte die Firma 9,4 Mrd. Rubel (235 Mio. Euro) in das Projekt. Alle diese Investitionen überführte RUSNANO in die Reserven durch alle möglichen Abschreibungen, erzählte Oleg Kiselev, der stellvertretende Vorstandsvorsitzender von RUSNANO. Insgesamt fiel auf den Alternativenergiesektor 65% der Reserve – außer Nitol arbeiten in diesem Bereich der Hersteller von Schneidedraht für Silizium-Scheiben Cutting Adge aus Lipezk (2,6 Mrd. Rubel), das Saphirscheibenwerk Monokristall aus Stawropol (1,3 Mrd. Rub.) und andere.

Ca. 15% der Reserve fällt auf das Projekt Plastic Logic zur Herstellung von flexiblen Tablet-PCs, teilte Kiselev mit. Die restlichen 20% sind Reserve für die Entwertung von noch einigen Projekten, darunter auch im Metallverarbeitungsbereich.

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Die Probleme von Nitol sind auf die Staatsunterstützungskürzung im Bereich Solarenergie in Europa – in Italien, Spanien und Deutschland sowie auf die Polysilizium-Überproduktionskriese in der ganzen Welt nach der Inbetriebnahme von chinesischen Werken zurückzuführen. Ab 2009 fielen die Weltpreise auf Polysilizium von 400 bis 16 Dollar pro Kilo.

Im Projekt Plastic Logic trat ein Marketingfehler auf – der Hersteller von flexiblen Displays versuchte den Tabletmarkt zu betreten, gibt Kiselev zu. Es war geplant, Plastic Logic baut in Selenograd ein Werk für die Herstellung der Monochrombildschirme für eigene Reader. Im Mai 2012 teilte der Generaldirektor Indro Muckardzi mit, Plastic Logic wird keine eigenen Geräte erzeugen und wird sich auf die Herstellung von Plastikdisplays und anderen Plastikelektronikkomponenten konzentrieren.

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Man musste auf den Werkbauvorhaben in Selenograd verzichten, die Ausgaben verringern uns das Büro in den USA schließen. Von 240 Mio. Dollar, die in Plastic Logic investiert wurden, reservierte RUSNANO ca. 40% für die mögliche Entwertung.

Anatoli Tschubais, Chef von RUSNANO, präsentierte das neue Plastiktablet Putin im August 2011 und versprach die Massenproduktion von diesen Geräten im Werk im Wert von 700 Mio. Dollar zu starten.

Die Schaffung der Reserve bedeutet aber nicht, dass Investitionen unbedingt abgeschrieben werden. RUSNANO pflegt jedes Projekt, betont Kiselev. So konzentrierte sich Plastic Logic auf die Herstellung von flexiblen Displays.

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Im 2012 trat RUSNANO zum ersten Mal aus den drei Projekten aus, die sie in Jahren 2009-2010 finanzierte. Die Korporation erzielte vom Verkauf der ihr gehörenden Anteile 1,95 Mrd. Rubel, dabei investierte sein nur 1,39 Mrd. Rub. Die Haupteinnahme, nämlich 1,8 Mrd. Rubel, brachte der Exit aus dem Projekt IRE-Polus, dem Projekt zur Entwicklung der Faserlaserindustie in Russland.     

02.04.2013 newsru.com
Übersetzung: NBS-Research.com

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