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Alexander Lebedew hat die Fluggesellschaft Red Wings für 2,5 Cent verkauft

Alexander Lebedew hat den Verkauf der stillstehenden Fluggesellschaft Red Wings in "Live Journal" bekannt gegeben: "Ich habe die Dokumente über den Verkauf von 100 % der Aktien von Red Wings an eine Investoren-Gruppe für einen Rubel unterschrieben".

Er hat auch erklärt, dass das weitere Stillstehen der Fluggesellschaft die zusätzlichen Investitionen erfordern wird, und "niemand sei dazu bereit". Lebedew wollte nicht die neuen Besitzer nennen,  und hat der Zeitung "Kommersant" gegenüber erklärt, dass "sie" sich in den nächsten Tagen selbst melden werden.

Die Quellen der Ausgabe vermuten, dass die rätselhaften Käufer mit Unternehmer Oleg Tinkow, der Anfang März über "den Start der Fluggesellschaf  Tinkoff Airlines" berichtete, verbunden sind. Nach der Version anderer Quellen konnte Red Wings an die Gruppe Guta verkauft werden.

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Vor dem Verkauf hat Alexander Lebedew Red Wings vom Teil der Schulden befreit. Er hat 25,8 % seiner Aktien des Leasingunternehmens Iljuschin Finance Co gegen zwei Transport-Flugzeuge An-124 (sie nutzt derzeit der Woronescher "Flug") und die Verschuldungsabschreibung für Leasingzahlungen für sieben Flugzeuge Tu-204 eingetauscht, aus denen der Park von Red Wings bestand. Die Summe der Schuld lag über 1,5 Mrd. Rubel.

Die zwei An-124 werden sich auf der Bilanz der Alexander Lebedew zugehörigen Nationalen Reservegesellschaft befinden, die sie ins Leasing abgeben wird. Die Flugzeuge von Red Wings befinden sich jetzt bei Iljuschin Finance Сo, die bereit ist, die Zusammenarbeit fortzusetzen, wenn die Fluggesellschaft wieder den Betrieb aufnimmt.

Alexander Lebedew hat den Verkauf von Red Wings zum ersten Mal Mitte März angesprochen: wegen der Unterbrechung der Fluggesellschaft am 4. Februar erlitt sie riesige Verluste - circa 300 Mio. Rubel pro Monat. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsija hat die Entscheidung über die Unterbrechung der Flugerlaubnis für Red Wings nach den Ergebnissen der außerplanmäßigen Prüfung im Januar getroffen - nach einer Serie der Zwischenfälle, lautester deren die Abfahrt eines der Flugzeuge der Gesellschaft außerhalb der Startbahn in Wnukowo wurde. Damals sind fünf Menschen ums Leben gekommen.

Die russische Luftfahrtbehörde kommentiert, dass Red Wings vorbehaltlich der Beseitigung aller Verstöße den wiederholten Antrag auf die Flugerlaubnis selbstverständlich einreichen kann, dabei wird die Gesellschaft jedoch einer "noch detaillierterer und langwierigen Prüfung" untergezogen werden.

Nach der Meinung des Chefs des analytischen Dienstes Aviaport Oleg Pantelejew könnte man Red Wings auf den touristischen Zweig orientierend entwickeln, aber nur zusammen mit einem großen Reiseveranstalter.

Die riesigen Schulden sind der am meisten verbreitete Grund, nach dem die Besitzer entscheiden, sich die Aktiva spottbillig zu verkaufen. Zeitung Vedomosti stellen andere Fälle der Business-Verkäufe für die symbolischen Summen vor.

Die Zeitung erinnert sich an den Verkauf der Einzelhandelskette Mozart: die Gruppe hat den Besitzer mitten in der Finanzkrise gewechselt, 50 % im Stammkapital hat damals die Sberbank für die Schulden bekommen. Im Herbst 2010 hat die Bank diesen Anteil dem Besitzer vom Sedmoi Kontinent spottbillig -  nur für 1000 Dollar abgegeben.

Anderes Aktiv KIT Finance wurde eines der ersten Opfer der Finanzkrise des Herbstes 2008. In Oktober 2008 waren 90 % seiner Aktien für die symbolische Summe 100 Rubel den Strukturen der RZhD und Alrossa verkauft.

AFK Systema hat im April 2009 die Developmentfirma Systema Gals, wessen Schulden zu jener Zeit 3,5 Mrd. Rubel bildeten, an die VTB-Bank nur für 60 Rubel  verkauft.

05.04.2013 newsru.com
Übersetzung: NBS-Research.com

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