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Russland: Erhöhte Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst

Von der Krise nicht getroffen: erhöhte Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst und abgeschaffene Gehaltstarife in Russland.

Russland: Erhöhte Gehälter der Angestellten im öffentlichen Dienst

Das russische Ministerium für Gesundheitswesen und soziale Entwicklung hat die Ergebnisse eines neuen seit dem 1. Dezember 2008 eingeführten Systems der Arbeitsvergütung von Angestellten im öffentlichen Dienst zusammengefasst.

Das neue Vergütungssystem in Haushaltseinrichtungen hatte die Abschaffung der einheitlichen Gehaltstarife und zusätzliche 30-prozentige Finanzierung aus dem  Arbeitsvergütungsfonds zur Folge. Für 2009 betrugen die Zusatzkosten des Staatshaushaltes 112 Milliarden Rubel. Auf der Staatsebene wurden von der Reform 3,2 Millionen Angestellten im Bereich der Bildung, Wissenschaft, Kultur und des Gesundheitswesens getroffen.

Die Monitoring-Ergebnisse haben gezeigt, dass die Gehälter der Angestellten in Staatseinrichtungen von auf 15 Prozent bis auf das Zweifache angestiegen sind. Der stellvertretende Minister für Gesundheitswesen und soziale Entwicklung Alexander Safonow erklärte der Zeitung Kommersant, dass alte Probleme des einheitlichen Tarifnetzes gelöst wurden.

Trotz der Senkung der außerplanmäßigen Haushaltseinnahmen um 15 Prozent wurden die Gehälter in Einrichtungen des Ministeriums für Kultur um 15 bis 20 Prozent und bei Angestellten mit Mindestgehalt sogar um 30 Prozent erhöht.

Das Ministerium für Gesundheitswesen und soziale Entwicklung führt Beispiele an: der durchschnittliche Gehalt im Mariinski-Theater wurde um 34 Prozent erhöht und beträgt jetzt 32,1 tausend Rubel, die Künstler verdienen 39 tausend Rubel pro Monat beim Lohnzuwachs um 38 Prozent. In allen dem Landwirtschaftsministerium unterstellten Hochschulen wurden die Gehälter um 30 Prozent, in Einrichtungen der zusätzlichen Berufsausbildung um 49 Prozent und in wissenschaftlichen Einrichtungen um 27 Prozent gesteigert. Laut Angaben des Ministeriums wurde der Durchschnittslohn in russischen Kindergärten sogar verdoppelt.

Trotz der Krise sind die meisten Regionen Russlands dazu gekommen, das neue System der Arbeitsvergütung entweder in vollem Umfang oder teilweise einzuführen. Nach diesem System wird das Gehalt für die Angestellten im öffentlichen Dienst aus 64 Föderationssubjekten angerechnet.

Das Gebiet Wladimir und das Gebiet Archangelsk haben zusätzlich je 30 Prozent zum Arbeitsvergütungsfonds, das Gebiet Saratow 33 Prozent und die Republik Karelien nur 9 Prozent finanziert. Vier Regionen Russlands – das Gebiet Kemerowo, das Gebiet Archangelsk, die Republik Adigeja und die Republik Dagestan – haben den Übergang zum neuen System der Arbeitsvergütung verschoben.

06.04.2009 newsru.com
Übersetzung von NBS

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