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SÜDSTROM als Prioritätsprojekt der EU


Russland rechnet darauf, dass das Projekt "Südstrom" gleich nach dem "Nordstrom" von der Europäischen Union in die Liste der Prioritätsprojekte der Energiesicherung Europas eingetragen wird. Diese Initiative will auf dem EU-Russland-Gipfel besprochen werden.

"Südstrom" als Prioritätsprojekt der EU

"Wir rechnen darauf, dass auch der "Südstrom" diesen Status bekommt, weil er ihn ebenfalls verdient", sagte Wladimir Tschischow, der russische EU-Botschafter, im Interview der Zeitung Nesawisimaja Gazeta.

"Dieser Status sieht die Prioritätsbearbeitung entsprechender Dokumente von den EU-Institutionen, einschließlich Finanzinstitutionen, vor. Es ist eine Art EU-Qualitätszeichen. Diese Unterstützung könnte dem "Südstrom" gewisse politische Hilfe leisten", sagte er im Vorfeld des EU-Russland-Gipfels in Chabarowsk.

"Die rechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich der Energiewirtschaft müssen verändert werden. Die Europäische Union versteht es größtenteils und gibt zu, dass die Energiecharta aus anderer Epoche stammt, dass dieses Dokument ein anderes Format hat. Die Gesamtzahl der Mitglieder der Energiecharta ist über 50. Für Japan zum Beispiel, bei aller Achtung vor diesem Land, hat das Transitproblem keine besondere Bedeutung. Es ist für Russland, die EU und die Transitländer wichtig", sagte der russische EU-Botschafter.

Jetzt steht die Gasleitung Nabucco im Vordergrund der Transport- und Energie-Projekte der Europäischen Union. Es ist in den letzten Tagen des EU-Gipfels in der Hauptstadt Belgiens auf Andringen von Polen und Tschechien, das die EU-Präsidentschaft für das erste Halbjahr 2009 übernommen hat, geschehen.

Für die Finanzierung der wichtigsten Energie-Projekte sind 5 Milliarden Euro vorgesehen. Diese Mittel werden innerhalb von 2009-2010 ausgegeben.

Zuerst wurde der Bau der europäischen Pipeline Nabucco aus der Liste der Projekte, die der gesonderten Finanzierung aus nicht ausgegebenen Haushaltsmitteln der EU unterliegen, sogar ausgeschlossen.

The Financial Times erwähnt, dass Deutschland, das größte Spenderland für den EU-Haushalt, das Projekt skeptisch ansehe. Laut Experten-Meinung ist es auch damit verbunden, dass Berlin seine Hoffnungen auf das alternative Projekt "Nordstrom" setze. Diese Pipeline für russisches Gas werde auf dem Grund von der Ostsee verlegt.

18.05.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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