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Gazprom übt Druck auf Europa aus

Gazprom übt Druck auf EU aus. Wenn Europa die neuen Projekte mit den russischen Gasleitungen stoppt, wird EU nach dem Jahr 2020 kein Gas mehr bekommen.

Gazprom übt Druck auf Europa aus

Europa wird in Zukunft nicht imstande sein, ohne Diversifizierung der Gaslierungskanäle, die Gaslieferungen aus der Russischen Föderation im vollen Umfang zu erhalten, die in EU zum 2020 gebraucht werden. Das sind zusätzliche 80-100 Mrd. Kubikmeter Gas, erklärte am Dienstag Alexander Medwedew, der Stellvertretende Vorsitzende des Vorstands von Gazprom, in einer Konferenz in Berlin, berichtet die Russische Nachrichtenagentur Novosti.

„Jene europäischen Politiker, die den Bau neuer russischer Gasleitungen zu stoppen versuchen, werden die Verantwortung dafür übernehmen müssen. Ohne Erweiterung der Gaspipelines nach Europa werden die Europäer die zusätzlich benötigten 80-100 Mrd. Kubikmeter russisches Gas nicht erhalten", - sagte Medwedew auf der IV. internationalen Konferenz "Energiedialog Russland - Europäische Union: Gas".

Er fügte hinzu, dass Russland seit langem auf eine klare Stellungnahme von Brüssel wartet, ob aus wirtschaftlichen Gründen auf alternative Energiequellen als das russische Gas gesetzt wird. „Eine klare Haltung seitens Brüssel haben wir nicht erhalten", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Gazprom Vorstands.

Nach seinen Worten existiert in den aktuellen Beziehungen zwischen Russland zur EU keine Abhängigkeit von russischen Energiequellen. Seinen Wörtern nach ziehen beide Seiten einen Vorteil aus den Energiebeziehungen.

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Laut den Angaben von Eurogas, die der stellvertretende Vorsitzende Gazproms zitierte, betrug im Jahr 2008 der Anteil Russlands auf dem europäischen Markt 25 %, der Anteil Norwegens 18 % und Algeriens 10 %. Dabei sieht das europäische Kartellamt kein Gesetzesverstoß in Gazproms Handlungen auf dem europäischen Markt. "Gibt es somit einen Grund für Misstrauen? Es sind nur 25% und nicht die 80% Marktanteil auf dem europäischen Markt, wie im Fall der amerikanischen Firma Intel, bemerkte Medwedew. Außerdem, gibt es, seinen Worten nach, sogar in jenen Ländern, in denen Gazprom der dominierende Gaslieferant ist, kein begründetes Misstrauen.

Weiterhin bemerkte Medwedew, dass der Gaspreis in den langfristigen Verträgen, durch den Erdölpreis festgelegt wird, auf den die marktführenden Gaslieferanten keinen Einfluss haben, teilte Interfax mit.

Dabei sei, nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden Gazproms, der Gaspreis in den langfristigen Verträgen mit Kopplung an den Erdölpreis, in der Regel niedriger, als bei der Gaskonkurrenz. So war im Zeitraum von November 2007 bis September 2008  der Preis des russischen Gases niedriger als der von NBP Großbritanniens.

Wir machen sie darauf aufmerksam, dass die russische Regierung und der Konzern Gazprom von Anfang des Jahres an versuchen, die europäischen Konsumenten des russischen Gases zu überzeugen, den Bau der russisch-italienischen Gasleitung, dem sogenannten Südstrom, zu unterstützen. Für die Realisierung des Landteils des Projektes im Ausland waren die Internationalen Abkommen mit Bulgarien, Serbien, Ungarn und Griechenland schon unterschrieben. Dennoch steht, in der vorläufigen Prioritätenliste „Transport und Energie“ der Europäischen Union, die alternative Gasleitung, Nabucco, vor dem russischen Projekt.

19.05.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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