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Russische Investitionen ins Ausland während der Krise


Im ersten Vierteljahr 2009 wurden 19,7 Milliarden Dollar als ausländische Investitionen aus Russland ins Ausland überwiesen – es sei 2,7 mal so viel als im ersten Vierteljahr des vorigen Jahres, heißt es in offiziellen Angaben der russischen Statistikbehörde (Rosstat).

Russische Investitionen ins Ausland während der Krise

Den Löwenanteil dieser Geldmittel, und zwar 17 Milliarden Dollar, investierten die Russen in die Wirtschaft von 10 Ländern, die traditionell die größten Empfänger der russischen Investitionen sind.

An der Spitze im ersten Vierteljahr dieses Jahres steht die Schweiz mit etwa 4,6 Milliarden Dollar, gefolgt von den Niederlanden und Zypern mit 3,5 bzw. 3,2 Milliarden Dollar. Etwa 2 Milliarden erhielt Großbritannien, ca. 1,3 Milliarden – Weißrussland und genau 1 Milliarde Dollar – Gibraltar.

Neben den genannten Ländern sind in der Liste der Investitionsempfänger die USA, Deutschland, die Ukraine und die Britischen Jungferninseln aufzufinden.

Der Gesamtumfang der akkumulierten russischen Investitionen im Ausland betrug Ende März 2009 55,1 Milliarden Dollar. Interessant ist es, dass Zypern mit 16,2 Milliarden und die Niederlande mit 11,8 Milliarden Dollar demgemäß die Spitzenpositionen einnehmen. Die Schweiz befindet sich aber nur auf Rang 5 mit 3,1 Milliarden Dollar.

Die Veränderung der Prioritäten bei den russischen Investoren ist mit einigen Faktoren zu erklären. Während Zypern beim Wirtschaftswachstum als Zone für Reinvestierung in die russische Wirtschaft aktiv verwendet wurde, ist es heute viel aktueller, das aus dem Land ausgeführte Geld einfach auf dem Konto zu halten. Die Schweiz gilt traditionell als einer der sichersten Orte für die Verwahrung der "für den Notfall" vorgesehenen Geldmittel.

Außerdem trat Russland neben allen anderen Ländern in einen aktiven Kampf gegen Geldüberweisungen in die Zonen mit Vorzugsbesteuerung.

26.05.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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