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'Milchkrieg' mit Weißrussland ist zu Ende

Russland und Weißrussland haben die Verhandlungen über das Milchproblem beendet und die Vereinbarung getroffen, die beiden Seiten passt. Dies erklärte den Journalisten die Landwirtschaftsministerin der Russischen Föderation Elena Skrinnik, berichtet die Nachrichtenagentur ITAR-TASS. "Wir haben unsere Beratungen und Verhandlungen positiv beendet und das Abkommen geschlossen, das beiden Seiten passt", sagte Skrinnik.

"Milchkrieg"  mit Weißrussland ist zu Ende

Ihre Worte stehen mit der Erklärung des weißrussischen Fernsehens im Widerspruch. Dienstag abend wurde mitgeteilt, dass die weißrussische Delegation zur Lösung des Milchproblems aus Moskau sogar abberufen wurde. Zur Delegation gehörten die Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung Weißrusslands geleitet vom stellvertretenden Minister Michail Saweljew, die oberste Sanitätsärztin des Ministeriums für Gesundheitswesen Walentina Katschan, die Vertreter des Amtes für Standardisierung und der interessierten Unternehmen.

"Der Verbraucherschutz will das Problem, das mit der Wiederaufnahme der Lieferungen der weißrussischen Milchprodukte nach Russland verbunden ist, nicht lösen", erklärte Michail Saweljew telefonisch in einer Fernsehsendung. "Wir kommen zu keiner Verständigung mit dem Verbraucherschutz", sagte er. Früher hat das russische Amt an der Kompetenz der weißrussischen Delegation gezweifelt.

Aber jetzt erklärt Elena Skrinnik, infolge der Zusammenarbeit "haben beide Seiten die Vereinbarung getroffen, die Einfuhr der Trockenmilch aus Weißrussland im zweiten und dritten Vierteljahr abzubestellen".

In der Zeit der so genannten "großen Milch" werden also die russischen Produzenten die Milchprodukte für die Herstellung der Trockenmilch bei den einheimischen Landwirten einkaufen, erklärte die Ministerin. Sie bemerkte, dass es unter anderem das Trockenmilch-Dumping ausschließen lässt.

"Gleichzeitig vergrößert Russland das Importvolumen von Quark, Käse und Butter aus Weißrussland entsprechend den notwendigen Bedürfnissen unseres Landes", betonte die Chefin des Landwirtschaftsministeriums.

Skrinnik bemerkte, dass beide Seiten während der Verhandlungen "die Mechanismen der Kontrolle über die erreichten Vereinbarungen ausgearbeitet haben, die unbedingt befolgt werden".

"Wir verstehen, dass Russland und Weißrussland Bruderländer sind. Sie sollen den gegenseitigen Handel entwickeln, er soll aber beiderseitig profitabel sein", betonte die Ministerin.

16.06.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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