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Russland im Billion-Klub


Russland mache sich bereit, dem Klub der langfristigen Investoren (Long-Term Investors Club) beizutreten. Die russische Seite werde im Klub durch die Entwicklungsbank präsentiert, die über die Mittel des Rentenfonds und nationalen Wohlstandsfonds verfügt, berichtet die Zeitung RBC daily. 

Russland im Billion-Klub

Am Montag gab Augustin de Romanet, Generaldirektor der französischen Staatsbank Caisse des Dépôts, dass sechs neue Mitglieder dem Long-Term Investors Club beitreten werden. Darunter ist die russische Entwicklungsbank sowie chinesische Staatsbank China Development Bank, souveräner Fonds von Dubai, souveräner Fonds von Abu Dhabi, Spar- und Leihkasse Marokko und kanadischer Rentenfonds Omers.

Die Idee der Gründung dieses Klubs entstand vor einigen Jahren, als die Regierungen davon zu sprechen begannen, welche Gefahr die souveränen Fonds bringen können, deren Aktiva den Haushalten kleiner europäischen Länder gleichzusetzen sind. Laut Morgan Stanley-Schätzungen können die Gesamtaktiva geleitet von souveränen Fonds auf 12 Billionen Dollar zum Jahr 2015 steigen.

Nach dem Eintritt neuer Mitglieder wird die Zahl der Teilnehmer vom Weltklub, zu dem heute die Europäische Investitionsbank (EIB), Spar- und Leihkasse Italiens, staatliche Kreditbank Deutschlands KfW und französische Caisse des Dépôts (CDC) gehören, bis zehn vergrößert. Der Klub wurde im April dieses Jahres gegründet und hat als sein Hauptziel die Bestimmung der gemeinsamen Investitionspolitik.

"Offensichtlich ist folgendes: als die ersten Investitionsprobleme bei großen Fonds entstanden, bildete sich das Bedürfnis nach der Gründung einer informellen Vereinigung für die Bestimmung der gemeinsamen Strategie", so der führende Wirtschaftsexperte der Investitionsgesellschaft Troika Dialog Jewgenij Gawrilenkow. Obwohl die Entscheidungen in welche Papiere oder Branchen die Investitionen einzulegen von Regierungen getroffen werden, seien sie öfters von Finanzinstituten vorbereitet, die in einem direkten Verhältnis zur Verwaltung der nationalen Fonds stehen. "Mir scheint die Entstehung dieses Klubs mit der Union der BRIC-Staaten verglichen zu werden. Diese Länder versuchen eine gemeinsame Wirtschaftspolitik auszuarbeiten", sagt Gawrilenkow.

Der führende Wirtschaftsexperte von Deutscher Bank in Russland Jaroslaw Lisowolik betont ebenfalls, wachsende Koordinierung der souveränen Fonds sei eine der klaren Tendenzen von der Steigerung ihrer Bedeutung in der Weltwirtschaft. "Es darf nicht ausgeschlossen werden, dass die Investitionsstrategie des nationalen Wohlstandsfonds innerhalb von fünf-zehn Jahren stark verändert wird. Statt der Investitionen in US-Wertpapiere können vor diesem Fonds andere Ziele entstehen", fasste Lisowolik zusammen.

23.06.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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