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Russland und Weißrussland: Milch- und Fleisch-Lieferungen


Russland und Weißrussland haben die Probleme mit den Lieferungen der weißrussischen Tierproduktion nach Russland gelöst. 

Russland und Weißrussland: Milch- und Fleisch-Lieferungen

Laut Pressedienst des Landwirtschaftsministeriums haben beide Seiten während des Treffens von Elena Skrinnik, Landwirtschaftsministerin der Russischen Föderation, und Semjon Schapiro, Minister für Landwirtschaft und Ernährung Weißrusslands, in Moskau einige Vereinbarungen getroffen.

Die Standpunkte beider Länder seien im Rahmen der korrigierten Prognosen über das Gleichgewicht von Nachfrage und Angebot in Weißrussland bezüglich Milch und Milchprodukte sowie Fleisch und Fleischprodukte für 2009 vollständig vereinbart, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax.

"Alle akuten Fragen sind gelöst, wir setzen unsere Zusammenarbeit unter normalen Bedingungen fort", betonte die Ministerin Skrinnik. Sie erinnerte, dass Weißrussland die Liefermenge der Trockenmilch verringert und den Exportumfang von Käse und Quark vergrößert.

Der Lieferumfang von Trockenmilch soll von 110 auf 70 tausend Tonnen gesenkt und von Käse und Quark aus Weißrussland von 100 bis auf 132 tausend Tonnen vergrößert werden. Weißrussland hat sich verpflichtet, keine Trockenmilch bis zum 1. Oktober dieses Jahres nach Russland zu liefern.

Die weißrussischen Unternehmen haben etwa 540 Muster der Milchprodukte dem Verbraucherschutz für Labor-Tests bereits zugeschickt, um die sanitär-epidemiologischen Gutachten neu zu formulieren, teilte der Nachrichtenagentur Belta der stellvertretende Minister für Landwirtschaft und Ernährung Michail Saweljew mit.

Die Muster für die Tests werden in die akkreditierten russischen Labors laut Verbraucherschutz-Liste übergeben. Vor dem "Milchkrieg" wurden 470 Arten der Milchprodukte aus Weißrussland nach Russland geliefert. Jetzt wird diese Liste bis auf 540 Produkte vergrößert und damit das Exportangebot erweitert.

Es ist zu erinnern, dass die Lieferungen der weißrussischen Milchprodukte nach Russland in der ersten Junidekade 2009 tatsächlich eingestellt wurden. Der Verbraucherschutz begründete diesen Beschluss damit, dass weißrussische Produzenten und Lieferanten keine Zulassungsunterlagen entsprechend den neuen technischen Vorschriften für Milch und Milchprodukte formuliert haben. Über 1,2 tausend Produkte wurden verboten.

Die Lieferungen der weißrussischen Milchprodukte nach Russland wurden am 18. Juni wieder angefangen. Zur ersten Liste gehörten 139 Produkte, am 23. Juni wurde deren Anzahl bis auf 273 Waren erweitert.

01.07.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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