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Russland: Putin verdoppelt die Preisobergrenze für günstige Autokredite

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin habe den Maximalpreis der Autos, die mit dem Subventionskredit finanziert werden können, von 350 auf 600 tausend Rubel erhöht. Dabei sei die erste Zahlung um die Hälfte kleiner geworden, berichtet das Portal newsru.com. 

Russland: Putin verdoppelt die Preisobergrenze für günstige Autokredite

"Heute habe ich den Beschluss über die Erhöhung des Preislimits bis auf 600 tausend Rubel unterzeichnet. In diesen Preisgrenzen werden hauptsächlich Inlandswaren verkauft", sagte Putin auf der Sitzung des Regierungspräsidiums am Montag.

Der erste Minimalbeitrag für diese Kredite sei um die Hälfte reduziert worden. "Früher bildete die Vorauszahlung 30 Prozent, jetzt setzen wir diese Zahl bis auf 15 Prozent herab", sagte Putin.

Er fügte hinzu, infolge der Einführung neuer Maßnahmen werde die Automodellreihe, für die die Kredite mit günstigeren Zinsen vergeben werden, nicht nur durch PKWs, sondern auch Klein-LKWs erweitert.

"Im Grunde genommen, können kleinere und mittlere Unternehmer diese Gelegenheit nutzen, um Fahrzeuge für sich als Privatpersonen zu erwerben", sagte Putin.

Zugleich äußerte der russische Industrie- und Handelsminister Wiktor Christenko die Hoffnung, dass etwa 120 tausend Autos verschiedener Modelle gegen Ende 2009 mit zinsgünstigen Krediten finanziert werden können.

Nach seinen Worten werde sich die finanzielle Unterstützung der Bevölkerung beim Ankauf eines Autos, dessen Preis jetzt nicht höher als 600 tausend Rubel ist, auf die ganze Reihe der in Russland produzierten Autos verbreiten. Früher galt diese Regel nur für Autos, die nicht mehr als 350 tausend Rubel kosteten.

Laut Angaben des Ministeriums für Industrie und Handel hebt der Beschluss die Begrenzungen auf, aufgrund deren die Kreditauszahlungen bis zum 31. Dezember 2011 erfolgen sollen. Jetzt soll die Laufzeit eines Kredites nicht mehr als 36 Monate betragen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Kredite an Privatpersonen für den Autoankauf im Rahmen der Beschlussvollziehung von russischen Kreditinstitutionen zu gewähren. Zum 1. April 2009 betrug das Eigenkapital der Kreditinstitutionen etwa 70 Milliarden Rubel.

Die getroffenen Maßnahmen lassen die Anzahl der zum Verkauf gestellten einheimischen Autos vergrößern. Dies lasse seinerseits die Produktionskapazitäten voll belasten und das Risiko der Arbeitsplätzeabbau in Autoindustrie sowie in Nachbarbranchen verringern. Endlich setze es die soziale Spannung im Land während der Finanzkrise herab, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Industrie und Handel.

Von April, als dieses Programm gestartet wurde, bis zum 2. Juli 2009 wurden von Privatpersonen 29878 Anträge für Autokredite an die Banken gestellt. Nach deren Prüfung wurden 16217 Autokredite gewährt.

06.07.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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