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Moskau: die Gastarbeiter-Quote wurde um ein Drittel reduziert

Die Moskauer Behörden beabsichtigen die Quote für die Anwerbung der Gastarbeiter um ein Drittel zu reduzieren. Im nächsten Jahr könne die Hauptstadt Russlands nur 250 tausend Gastarbeiter aufnehmen, was um 142 tausend weniger als die Quote für 2008 ist. "Diese Anzahl genügt der Stadt", erklärte Oleg Neterebskij, Chef des Moskauer Arbeitsamtes.

Moskau: die Gastarbeiter-Quote wurde um ein Drittel reduziert

Die Anzahl der von Moskauer Arbeitgebern eingereichten Anmeldungen zur Anwerbung der Arbeitszuwanderer übertreffe die geplante Quote – potentielle "Gastgeber" seien bereit, eine Million 380 tausend Menschen einzustellen. "Wir verstehen, dass das Hauptziel für die Arbeitgeber in dieser Situation die Anwerbung der billigen und anspruchslosen Arbeitskräfte ist", erklärte der Vertreter der Moskauer Regierung die Absichten der Geschäftsleute.

Die Absicht der Behörden der Hauptstadt sei genau das Gegenteil, so die Zeitung Wremja nowostej (Zeit der Nachrichten). Neterebskij teilte mit, dass sich die Regierung Moskaus gegen die Verdrängung der Moskauer aus allen Arbeitsbereichen äußert. Unter protektionistischen Maßnahmen gegenüber Stammmoskauern ist auch der Beschluss vom Chef der Abteilung für Verkehrswesen Moskaus Wasilij Kitschedzhi. Ab dem 1. Januar des kommenden Jahres dürfen als Busfahrer nur "die Hiesigen" arbeiten.

Als Beispiel für Russland können die USA gelten. Mit der Bevölkerung von 280 Millionen Menschen sei die jährliche Anzahl der legalen Gastarbeiter nicht höher als 150 tausend Menschen für das ganze Land, betonte Neterebskij.

Moskau könne ohne Überfluß an Arbeitskräften auskommen, betonte der Chef des Moskauer Arbeitsamtes wieder. Er erklärte, die Rede sei auch von jenen 100 tausend Ausländern, die nach der Schließung des Tscherkisowski-Marktes arbeitslos geworden sind.

Die Behörden sind bereit, auch den ehemaligen Arbeitnehmern aus dem Glücksspielgeschäft mit der Arbeitsanstellung zu helfen. Der Umfang der Entlassungen der Moskauer aus diesem Wirtschaftsbereich sei aber zu übertrieben, so die Behörden. Zur Schließung der Spielcasinos in Moskau arbeiteten dort von 38 bis 42 tausend Menschen, unter denen nur 10-20 Prozent in Moskau angemeldet waren.

16.07.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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