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Russland: keine Hoffnung auf rekordhohen Getreide-Import wegen Trockenwetter

Laut vorläufigen Angaben liege der Schaden von der Dürre in Baschkirien schon über 3 Milliarden Rubel, teilte der Pressedienst vom Priwolzhskij Regionalzentrum des Katastrophenschutzministeriums Russlands mit.

Russland: keine Hoffnung auf rekordhohen Getreide-Import wegen Trockenwetter

In der Region herrsche das trockene und sehr heiße Wetter. Es wurde auch niedrige Luftfeuchtigkeit (20-30 Prozent) und nur leichte Niederschläge (1-14 mm) im Juni registriert. Der Wassergehalt des Ackerbodens bilde 0-10 mm, zitiert Interfax die Mitteilung der Behörde.

Früher hat die Regierung Baschkiriens den Ausnahmezustand in 48 von 54 Agrarbezirken wegen dem Trockenwetter eingeführt und die Prognose über die Getreideernte deutlich eingeschränkt – um das 2,5-fache.

In diesem Landwirtschaftsjahr werde Russland schon zu keinem zweitgrößten Getreide-Export-Land nach den USA. Wegen der hohen Ernten in den Käufer-Ländern in diesem Jahr gehe deren Bedarf am Getreide-Export nicht weniger als um 9 Millionen Tonnen zurück, schreibt RBC daily.

Laut Prognosen des Russischen Getreidevereins bildet das russische Getreide etwa 4 Millionen Tonnen davon. Der Getreideverein ist der Meinung, es sei die höchste Zeit, Weizen und Gerste nach Japan und Korea auszuführen. Die Markt-Experten zweifeln inzwischen daran, dass es Russland den Markteintritt in diesen Ländern gelingt.

Im vorigen Landwirtschaftsjahr erreichte der Getreideertrag in Russland die maximale Höhe von 108,1 Millionen Tonnen seit den letzten 15 Jahren. Der eigene Rekord wurde auch im Export, und zwar durch den Verkauf von 21 Millionen Tonnen Weizen und Gerste auf dem Weltmarkt, geschlagen.

Laut Angaben des Getreidevereins können die Getreideverluste im europäischen Teil des Landes in diesem Jahr wegen ungünstigen Wetterbedingungen, und vor allem wegen der Dürre, 10-15 Millionen Tonnen bilden. Im Vergleich zum Vorjahr kann die Ernte um 20-22 Millionen Tonnen verringert werden.

Der Getreide-Export aus Russland wird die Kennziffern des vergangenen Jahres auch nicht übertreffen.

Die größten Absatzmärkte für russisches Getreide waren im Vorjahr Ägypten – 5,4 Millionen Tonnen (24,5 Prozent vom Gesamtexport), die Türkei – 2,4 Millionen Tonnen (10,9 Prozent) und Saudi-Arabien – 1,5 Millionen Tonnen (6,8 Prozent). Die Konsumländer des russischen Getreides haben im Jahre 2009 mehr Glück mit dem Wetter und deren Ernteertrag wird deswegen höher sein, als im vergangenen Landwirtschaftsjahr.

28.07.2009 newsru.com
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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