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Betrieb Molot: die AK-47 Produktion eingestellt

In Wjatskije Poljany – Gebiet Kirow- wurde aufgrund der hohen Verschuldung die Arbeit des Maschinenbaubetriebs Molot eingestellt. Im Juni hat die Fabrik die Haushaltsubventionen in der Höhe von 439,2 Mio. Rubel erhalten, dank der die bis zum 21. Januar 2009 angesammelten Lohnschulden des Betriebs abgezahlt wurden.

Betrieb Molot: die AK-47 Produktion eingestellt

Ungeachtet dessen bleibe die Situation angespannt, die Hauptproduktion wurde erneut eingestellt, so die Rossijskaja Gazeta. Von beinahe fünftausend Angestellten gehen zur Arbeit nur die Mitarbeiter des Interventions- und des Überwachungsdienstes.

Lohnrückstände des Betriebs steigen weiter, auch wenn nur 2/3 des Monatslohns ausgezahlt werden. Mehr als 2700 Mitarbeiter von Molot seien zeitweilig in öffentlichen Arbeiten angestellt und erhalten eine materielle Entschädigung von bis zu 4330 Rubel, berichtet die Gebietsverwaltung des öffentlichen Dienstes der Volksbeschäftigung. Die Fabrik hat eine hohe Gesamtverschuldung von mehr als 1 Mrd. Rubel bei Zuliefern, Banken und Betriebsbelegschaft. Nach Einschätzungen der Abteilung Industrieentwicklung brauche der Betrieb Molot wenigstens 300-400 Mio. Rubel, um die stabile Arbeit wiederaufnehmen und die Konten freigeben zu können.

Die Aufnahme eines neuen Kredits könnte den Betrieb retten, aber solange die bestehenden überfälligen Kreditschulden nicht beglichen sind, ist es schwer einen neuen Kredit zu bekommen. Der 1940 gegründete Verteidigungsbetrieb wurde als die öffentliche AG “Vjatsko-Poljanskij Maschinenbaubetrieb Molot” erst 2002 registriert. Die Fabrik produziert Schusswaffen und Munition, darunter auch AK-47 und transportable Panzerabwehrlenkwaffen. Der Konzern Izhmash (die Korporation Rostechnologien) hat einen Anteil von 50% am Betrieb Molot und die Föderale Agentur für Verwaltung des Staatsbesitzes – Rosimuchestvo von 38%. Der Gewinn für drei Quartale 2008 betrug 864 Mio. Rubel, Verluste – 149 Mio. Rubel.

Im März 2009 wurde ein Strafverfahren gemäß StGB der RF (Teil 1, Art.145 – Ausfall der Lohn-, Renten- und Unterstützungszahlungen) gegen den Betriebsgeneraldirektor Bachmurnow eingeleitet. Gemäß diesem Artikel drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft. Wie die Rossijskaja Gazeta berichtet, glauben die Betriebsarbeiter daran, dass Monatslöhne ohne kriminelle Absicht zurückgehalten werden. Gerichtsvollzieher setzen alle Finanzmittel von Molot für die Tilgung der Schulden bei Zulieferbetrieben ein.

12.08.2009 newsru.com
Russisch-Übersetzung von NBS

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