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Russland: Apotheken-Preise steigen

In den Apotheken von Moskau stellte man die Wucherpreise für Arzneimittel fest. So hat die Apothekenkette unter Namen 36,6 den Preis für das Präparat Fliksotid um das 2,5-fache erhöht, das zur Behandlung von Bronchialasthma verwendet wird. Für dieses Präparat hat die Apotheke den Aufpreis in Höhe von 24% statt des vorgeschrieben 10%-Aufpreises festgesetzt.

Russland: Apotheken-Preise steigen

Fliksotid ist im Verzeichnis von den lebenswichtigen und bedeutendesten Arzneimitteln gelistet, welches durch die Verordnung der Regierung der Russischen Föderation vom 29. März 2007 № 376-r genehmigt wurde. Der Aufpreis für solche Präparate kann nicht mehr als 10% betragen.

Die Apothekenkette 36,6 hat die Preisüberhöhung für Fliksotid zugegeben, indem sie es als technischer Fehler erklärt hat. Irina Lavrova, die Direktorin für Gesellschaftskommunikationen und Öffentlichkeitsarbeit der Apothekenkette, hat mitgeteilt, die Firma habe eine interne Untersuchung in dieser Angelegenheit durchgeführt, um solche Präzedenzfälle in der Zukunft zu vermeiden.

Die Apothekenkette Rigla berichtet, der Aufpreis für lebenswichtige Arzneimittel betrage in  Moskau 20-25%, je nach der Wert der Präparate. Die alten Aufpreise, die durch regionale Behörden festgesetzt wurden, gelten nur bis Ende dieses Jahres, fügte der Generaldirektor des DSM Group Sergej Schuljak hinzu. Ab dem 1. Januar 2010 werde die Regierungsverordnung über die Kontrolle der Preise für die Arzneimittel in Kraft treten, worauf zulässige Aufpreise für lebenswichtige Arzneimittel nach der neuen Methodik kalkuliert werden müssen, die von dem Föderationstarifdienstes vorbereitet werde. Diese Methodik werde für alle Regionen Russlands einheitlig sein, so Schuljak.

Der Gesundheits- und Sozialentwicklungsminister Russlands Tatjana Golikova hat am vorigen Sonnabend einige Apotheken Moskaus besucht, wo sie die Preisüberhöhung für Arbidol, das Präparat gegen Grippe, und auch für Schutzmasken festgestellt hat. Bevor die Grippeepidemie begann, hatten die Schutzmasken 2-2,5 Rubel gekostet, jetzt aber beträgt der Preis für sie 15-20 Rubel. Arbidol kostet jetzt 280 Rubel, während es nicht mehr als 220 Rubel kosten soll.

Außerdem, setzt Tatjana Golikova fort, sei die Auswahl der antivirilen Präparate in den Apotheken nicht vollständig. Der föderale Dienst für Aufsicht über das Gesundheitswesen und die soziale Entwicklung der Russischen Föderation hat Tatjana Golikova beauftragt, die bestehende Situation zu klären und Maßnahmen zu ergreifen.

17.11.2009 sbyt.ru
Russisch-Deutsch Übersetzung von NBS

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