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Russland: eine Million Tonnen Reis geerntet

Die Reisernte in Russland hat in diesem Jahr eine Rekordleistung für die letzten zehn Jahre gezeigt – es wurde ungefähr eine Million Tonnen Reis eingebracht. Dank der eingebrachten Ernte wird der Sprung der Preise für die Reisgraupe, der in Frühling wegen der Vernichtung der Hälfte der Reissaaten durch das Unwetter in vielen asiatischen Ländern erwartet wird, in Russland nicht so bedeutend.

Russland: eine Million Tonnen Reis geerntet

In diesem Jahr haben die Philippinen, der größte Importeur, vor, 10% des Reisweltmarktes aufzukaufen. Schlimmstenfalls werden die Philippiner etwa 3 Millionen Tonnen Reis brauchen, was der zehnte Teil der Reisweltreserve bildet, welche 29,5 Millionen Tonnen Reis beträgt. Das wurde im Landwirtschaftsministerium der USA ausgerechnet. Es ist bekannt, dass die Reisernte in Indien auch geschädigt wurde, weswegen Indien anfangen kann, zum ersten Mal für einige Jahrzehnte den Reis zu kaufen.

Der Mangel am Reis wird die Steigerung der Preise für diese Kultur verursachen – schon jetzt hat sich der Reiswert um 37% im Vergleich zum Märzmindestmaß erhöht. Einstweilen lesen viele Länder die Ernte und die Exporteur haben etwas zum Verkaufen. Die Experten meinen jedoch, dass im März-April 2010 der Preissprung auf dem Weltmarkt passiert.

Nach der Meinung von Experten geht diese Tendenz an Russland vorbei. Nach den Angaben vom Föderationsamt für Staatsstatistik ist der Reis in Russland in den letzten 4 Monaten günstiger geworden. Der Vertreter des Getreideverbandes Russlands Anton Schaparin hat mitgeteilt, in diesem Jahr habe Russland eine Rekordreisernte eingebracht – mehr als 1 Mio. Tonnen, dabei werde in Russland jährlich 1,2 Mio. Tonnen Reis verbraucht. Wenn man nicht im Rohreis, sondern im Getreide abrechnet, so ergibt es sich, dass Russland etwa 500 Tausend Tonnen Getreide geerntet hat, und 600 Tausend Tonnen – verbraucht wird. Der Unterschied zwischen dem produzierten und dem verbrauchten Reis hat sich im Vergleich zum letzten Jahr um 1,5 Mal verringert. Elena Skrynnik, die Ministerin für Landwirtschaft, meint, nach der Einführung des Programms „Neuaufbau und Entwicklung des Reiszüchtens “ könnte man den Import bis auf 100 Tausend Tonnen Rohreis pro Jahr reduzieren. Die Regierung ist beabsichtigt, einige Hunderte Mio. Rubel aus dem Haushalt der Russischen Föderation für die Rekonstruktion der Bewässerungsanlagen, die in den 90-er Jahren zerstört wurden, und auch für die Melioration der Reisschecks auszugeben.

Es sei erinnert, dass die Regierungskommission für zolltarifliche Politik den Reiseinfuhrzoll für neun Monate erhöht hat, damit die inländischen Produzenten mehr Reis anbauen. Der Zoll wurde bis 120 Euro für eine Tonne erhöht, dabei beträgt er seit 2006 70 Euro für eine Tonne. Wegen des niedrigen Zolles konnten die asiatischen Produzenten Reis in Russland günstiger als die inländischen Produzenten verkaufen.

Russland kann jedoch auf die Reiserwerbung bei anderen Ländern völlig nicht verzichten, denn die inländischen Produzenten bauen nur den Rundkornreis an. Der Langkornreis wird aus asiatischen Ländern geliefert, dabei der größte Teil – aus Taiwan. In Russland, sogar im Krasnodarskiy Krai (Gebiet Krasnodar), sind die Bedingungen für das Züchten des Langkornreises ungünstig. Den Rundkornreis liefert Russland nicht nur auf den inländischen, sondern auch auf den Weltmarkt, dabei hat Russland in einigen Sommermonaten mehr den Rundkornreis verkauft, als den Langkornreis eingekauft.

02.12.2009 sbyt.ru
Russisch-Deutsch Übersetzung von NBS

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