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Das Comeback der Riesenskulptur Arbeiter und Kolchos-Bäuerin

Am vorigen Samstag ist die legendäre Skulptur Arbeiter und Kolchos-Bäuerin von Vera Muchina auf ihren Platz neben dem Russischen Ausstellungszentrum zurückgekehrt. Es sei erinnert, dass die Skulptur zur Restaurierung vor 6 Jahren geschickt wurde.

Das Comeback der Riesenskulptur Arbeiter und Kolchos-Bäuerin

Die Skulptur "Arbeiter und Kolchos-Bäuerin" wurde 1935-1937 hergestellt. Sie wurde im sowjetischen Pavillon auf der Weltausstellung in Paris in der Höhe von 37,5 m hingestellt. Die Zeitschrift Architectural Record hat dann den sowjetischen Pavillon mit den Nirostafiguren den Konkurenten des Eiffelturms genannt.

1939 wurde das Standbild nach Moskau gebracht und neben dem Nordeingang der landwirtschaftlichen Unionsausstellung hingestellt. Die Franzosen haben gebeten, das Standbild “Arbeiter und Kolchosbäuerin” aus Paris nicht fortzubringen, denn es konnte zu noch einer der Pariser Sehenswürdigkeiten werden. Die Komposition wurde jedoch nach Moskau zurückgebracht, dafür musste man sie zum Transportieren durch die Eisenbahntunnels zerschneiden und in Moskau danach wieder zusammenschweißen. Das Standbild wurde auf das 10 m hohe Postament hingestellt, womit Vera Muchina unzufrieden war. Die Kompositionseffekte seien dadurch zerstört, dass das Standbild zu niedrig aufgestellt war.   

Wahrscheinlich dadurch, dass das Standbild zu oft zusammengesetzt und zerlegt wurde, konnte man schon 1990 Risse und Löcher auf der Komposition sehen. Restaurieren hat man sie erst 2003 lassen. Mit der Rückkehr des Standbildes auf seinen Platz entstanden aber ständig Probleme.

Das Hauptproblem war der Mangel an Mitteln – zuerst hatte man vor, das Gebäude, das den Iofan-Pavillon nachahmte, kommerziell zu machen. Der für das Projekt ausgesuchte Anleger war beabsichtigt, ein Museum, Kino, Café, Restaurants, Vorlesungssäle und auch ein Businesszentrum mit einem Hotel und einem Kongresshall im Gebäude einzurichten. Der Anleger hat aber auf sein Vorhaben verzichtet, weswegen das Projekt für 5 Jahre aufs Eis gelegt wurde. Erst nach dem Einmischen des Bürgermeisters, der versprochen hat, die Komposition um Ende 2009 auf ihren Platz zurückzubringen, wurde die Skulptur aufgestellt.

Die Arbeit am Projekt hat im Frühling dieses Jahres 2009 wieder angefangen. In der Versuchsabteilung der Kutscherenko Forschungsinstituts der Baukonstruktionen haben die Restauratoren Stahlbleche restauriert, zur gleichen Zeit haben die Bauarbeiter das Postament zusammengebaut. Man hat im August angefangen, Skulpturfragmente zum Montageplatz zu transportieren. Die Komposition wurde im Hangar zusammengesetzt, der speziell dazu gebaut wurde.

Vadim Zerkovnikov, der Chefrestaurator des Projektes, hat mitgeteilt, ein Teil der 6 Tausend Stahlbleche, aus denen das Standbild besteht, hätte man völlig ersetzen (250 Bleche), und noch ein Teil – der fragmentarischen Restaurierung unterziehen müssen. Während der Restaurierung wurde jedes Blech durchstrahlt und mit speziellen Geräten untersucht.

Am frühen Samstagsmorgen hat der Finne Jarmo Chjuriljainen (48) die 186 Tonnen schwere Skulptur vorsichtig gehoben, gedreht und auf das 34,5 m hohe Postament hingestellt. Für das Hinstellen der Komposition auf das Postament wurde der Baukran extra aus Finnland gebracht. Die Aufstellung der Skulptur auf das Postament hat ungefähr eine Stunde gedauert. Gleich nach der Montage wurde die Komposition mit dem dunklen Stoff gedeckt - Arbeiter und Kolchosbäuerin blieb bis zum 4. Dezember 2009 zugedeckt.

30.11.2009 styt.ru
Russisch Deutsch Übersetzung von NBS

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