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Eis oder Melorin, der Eiskonditorenverband Russlands kämpft für den Namen

Der Milchverbandchef Vladimir Labinov hat in seiner Erklärung, die vom Pervij Kanal ausgestrahlt wurde, Verbraucher dazu aufgefordert, kein Eis zu kaufen, das die Pflanzenfette enthält. Der Eiskonditorenverband Russlands hat nach dieser Erklärung den Generalstaatsanwalt Jurij Tschaika und den Chef des föderalen Kartellamtes (FKA) Igor Artemjev gebeten, über die Situation ins klare zu kommen. Der Eiskonditorenverband Russlands meint, die Erklärung Vladimir Labinovs könne den ganzen Eismarkt zu untergraben, denn 65% aller Produkte die Pflanzenfette enthält.

Eis oder Melorin, der Eiskonditorenverband Russlands kämpft für den Namen

Der Milchverband kämpft gegen das Eis auf Pflanzenfettgrundlage noch seit dem Frühling dieses Jahres. Der Verband hat die Änderungen in „das technische Reglement für Milch und Milchprodukte“ vorgenommen und vorgeschlagen, das pflanzenfetthaltige Eis mit dem neuen Begriff „Melorin“ zu bezeichnen. Die Eishersteller waren kategorisch gegen die Einführung dieses Begriffs, denn er könnte die Konsumenten abschrecken. Dann hat das Agrarkomitee der Staatsduma die Änderungen verworfen und sie zur Bearbeitung in den Beirat des Landwirtschaftsministeriums geschickt.

Russland: Der Streit um Eis

An diesem Mittwoch hat Vladimir Labinov in der Sendung „Die Umwelt. Gebranntes Kind scheut die heiße Milch“ den Konsumenten empfohlen, auf das Eis zu verzichten, das die Pflanzenfette enthält. Die Reaktion der Eishersteller ist sofort gefolgt – gestern hat der Generaldirektor des Eiskonditorenverbandes Russlands Valerij Elchov die Briefe an den Generalstaatsanwalt Jurij Tschaika und den Chef des FKA Igor Artemjev mit der Bitte geschickt, über die Situation ins klare zu kommen. 

In den Briefen wird berichtet, dass der Eiskonditorenverband Russlands meint, die Erklärung von Vladimir Labinov, des Milchverbandchefs, füge Schaden der Tätigkeit der Betriebe zu, die sich mit der Eisproduktion beschäftigen, und beeinflusse auch schlecht ihren Ruf. In seinen Briefen hat Vladimir Elchov den Generalstaatsanwalt und den Chef des FKA gebeten, die Erklärung Vladimir Labinovs zu erörtern und Maßnahmen zu treffen.

Vladimir Labinov meint, er sei darüber empört, dass die Eishersteller auf der Vorderseite der Verpackung nicht angeben, dass das Eis mit der Anwendung von den Pflanzenfetten gemacht wurde. Die Beschriftung „Pflanzenfette“ gibt es nur auf der Rückseite, dabei kleingedruckt, was das wirkende technische Reglement verletzt.

Der Direktor für korporative Beziehungen der Firma Unilever, die der Inhaber des Herstellers des Eises Inmarko ist, Irina Bachtina hat gesagt, die Firma habe nichts zu verheimlichen und die Information über den Pflanzenfettgehalt in den Produkten sei auf der Verpackung angegeben. Im Eiskonditorenverband Russlands hat man auch betont, in Russland und Europa sei das Eis mit dem Pflanzenfett an der Spitze, denn man könne mittels des Pflanzenfettes das Eissortiment bedeutend erweitern, indem man Beere-, Früchten- und andere Füllstoffe benutze. 

11.12.2009 sbyt.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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