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Weißrussland: Mineraldünger für die Chinesen für 350 Dollar pro Tonne

Die weißrussische Kaliumgesellschaft und chinesische Importeure des Chlorkaliums Sinochem und CNAMPGC haben den Vertrag unterzeichnet, laut welchem die weißrussische Kaliumgesellschaft, zu der Uralkalij und Belorusskalij gehören, den Chinesen 1 Mio. Tonnen der Mineraldünger im Jahre 2010 liefert. Bis zur Anfertigung des Vertrages haben die Seiten erfolgslose Verhandlungen im Laufe von fast einem Jahr durchgeführt. Um sich endlich miteinander zu verständigen, mussten die Kaliumgesellschaften den Produktenwert bis 350 Dollar reduzieren, d.h. fast halb so viel im Vergleich mit dem Niveau vor der Krise. 

Weißrussland: Mineraldünger für die Chinesen für 350 Dollar pro Tonne  

Die Vertreter der weißrussischen Kaliumgesellschaft haben gemeldet, gestern sei der Vertrag mit den chinesischen Gesellschaften Sinochem und CNAMPGC für die Lieferung der 1 Mio. Tonnen  des Chlorkaliums im Jahr 2010 unterzeichnet worden. Laut der Vertragsbedingungen haben die Importeure auch die Option für den Kauf von zusätzlichen 200 Tausend Tonnen des Chlorkaliums bekommen. Die weißrussische Kaliumgesellschaft macht keine Angaben zum Lieferungsteil von Uralkalij.

Der chinesischen Seite ist es gelungen, den Lieferungspreis in Höhe von 350 Dollar pro Tonne zu verabreden, dabei haben aber viele Martktteilnehmer einen höheren Preis erwartet. Außerdem soll die weißrussische Kaliumgesellschaft die Produktenlieferung bis Hafen bezahlen, wodurch nach der Meinung der Analytiker der Gewinn der Gesellschaft nur 300 Dollar pro Tonne betragen sollte.

Es lohnt sich zu erwähnen, dass Anfang des vorigen Jahres zwischen der weißrussischen Kaliumgesellschaft und China ein Vertrag geschlossen wurde, laut dessen die Kaliumgesellschaft die Produkte nach China zum Preis von 650 Dollar pro Tonne geliefert hat. Im dritten Quartal 2008 hat der Preis für die Mineraldünger sogar 1000 Dollar pro Tonne erreicht.

Weißrussland liefert Mineraldünger für die Chinesen für 350 Dollar pro Tonne  

Mit dem Beginn der Wirtschaftskrise haben aber die Kaliumverbraucher von den Produzenten gefordert, die Preise zu reduzieren. Indien und China haben lange Zeit auf den Vertragsabschluss für die Kaliumlieferung im Jahr 2009 verzichtet, dabei haben sie vollständig aufgehört, das Kalium aufzukaufen. Die Kaliumgesellschaften mussten die Produktion reduzieren. So, um das 2,1-fache (1,14 Mio. Tonnen) wurde die Produktion von Uralkalij reduziert. Im Juli dieses Jahres ist es der weißrussischen Kaliumgesellschaft gelungen, einen Vertrag mit dem indischen Indian Potash Ltd zu schließen. Laut dieses Vertrages sollte die weißrussische Kaliumgesellschaft 675 Tausend Tonnen der Mineraldünger nach Indien zum Preis von 460 Dollar pro Tonne bis März 2010 liefern.

Der Analytiker der Bank Moskwa Yuriy Volov meint, dadurch, dass die Chinesen eine abwartende Haltung eingenommen haben, hätten sie einen gewinnbringenden Vertrag schließen und einen guten Rabatt bekommen können. Yuriy Volov meint, die Mineraldüngerproduzenten hätten einen niedrigeren Preis akzeptiert, um den Produktionsumfang wiederherzustellen. Er meint auch, die Inder würden versuchen, die Preisreduzierung zu erreichen, wenn die Vertragsdauer ablaufen würde. Wie in Uralkalij berichtet wurde, beginnen die Verhandlungen mit Indien über einen neuen Vertrag höchstwahrscheinlich im Frühling 2010, außerdem sollten Anfang nächsten Jahres die Verträge mit europäischen Verbrauchern geschlossen werden.

Oleg Petrov, der Verkaufsleiter der weißrussischen Kaliumgesellschaft, hat mitgeteilt, bis Anfang der Wirtschaftskrise hätte China ca. 30 – 40% der von der weißrussischen Kaliumgesellschaft BKK produzierten Mineraldünger gekauft, in diesem Jahr haben aber die Chinesen keine einzige Tonne des Chlorkaliums erworben. Die Weltnachfrage nach den  Mineraldüngern ist in diesem Jahr mehr als um 2 mal gesunken – bis zu 25 Mio. Tonnen. Die weißrussische Kaliumgesellschaft plant, in diesem Jahr 4,9 Mio. Tonnen des Chlorkaliums zu verkaufen und im nächten Jahr den Verkaufsumfang um 50% zu vergrößern, das kann aber nur dann geschehen, wenn die Verträge mit den Schlüsselkunden geschlossen werden. 

Weißrussland: Mineraldünger für die Chinesen für 350 Dollar pro Tonne   

24.12.2009 sbyt.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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