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Russland: Monopolbehörde interessiert sich für Importwein

Der russische Föderale Antimonopoldienst (FAD) beabsichtigt die Situation im Alkoholzweig zu kontrollieren. Dieser Beschluss wurde nach der großzügigen Kontrolle des pharmazeutischen Sektors gefasst. FAD hat vor, Anteile der Weinimporteure auf dem Alkoholmarkt zu berechnen.

Russland: Monopolbehörde interessiert sich für Importwein

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass 80 % des Weines, der nach Russland importiert wird, 15 Unternehmen gehört. Experten meinen, dass die Aufmerksamkeit der Antimonopolisten zum Alkoholmarkt dadurch bedingt werden konnte, weil es in diesem Jahr eine Steigerung des Marktumsatzes um 10 % erwartet wird.

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Laut der offiziellen Mitteilung der FAD hat das Amt eine Untersuchung des Auslandsweines begonnen, um die Marktstruktur und Bedingungen des Warenverkehrs von Importeuren zu Kunden zu verstehen. Laut der Analyse von Zolloperationen für Weinlieferungen werden Weine aus 35 Ländern der Welt nach Russland geliefert, wobei der Weinimport aus den GUS-Staaten weniger als einen Viertel des ganzen Produktionsvolumens ausmacht, und der Weinimport aus Frankreich, Italien und Spanien 40 % ausmacht, das heißt, dass der Hauptanteil des Marktes diesen Ländern gehört.

Russland: Monopolbehörde prüft Importwein-Markt

Der Abteilungsleiter der Chemieindustriekontrolle und des Agrarindustriekomplexes FAD Tejmuras Charitonaschwili sagte, der antimonopolistische Dienst habe die Untersuchung des Weinmarktes vor 1,5 Monaten angefangen. Jetzt ist es nicht bekannt, wann die Kontrolle beendet wird. Tejmuras Charitonaschwili bemerkte, das Hauptziel von FAD ist es die Situation am Markt zu verstehen und dominante Unternehmen zu ermitteln. Im Blickfeld des Dienstes sind keine russischen Firmen geraten, weil sie den Markt nicht beherrschen.

Experten bestätigen, Russland sei vom Importwein abhängig. 2009 waren es 500 Millionen Liter Wein und 190 Millionen Liter Sekt und Schaumwein in Russland produziert; dabei wurde für die Herstellung von 215 Millionen Liter Wein Importrohstoff verwendet. Außerdem wurden 220 Millionen Liter Fertigwein nach Russland importiert.

Laut Angaben vom Forschungszentrum des Ganzrussischen- und regionalen Alkoholmärkte ist Frankreich der Hauptlieferant des Weines (der Anteil beträgt18 %), den zweiten und dritten Platz belegen Bulgarien (15,4 %) und Moldawien (12,25 %). Im Januar-Oktober 2009 wurden Unternehmen Luding (19 %), "Moro-Import" ( 10 %) und ILS (8,4 %) zur Importmeistern.

Der Generaldirektor der Unternehmen Vector Market Research Dmitrij Tschumakow hat mitgeteilt, der Weinimportmarkt sei sehr konsolidiert. So gehören 80 % des ganzen Markts des Importweines nur 15 Unternehmen, dabei gewinnen diese weiterhin an Kraft. Dmitrij Tschumakow meint, 2010 könne dieser Sektor um 10 % wachsen. Nach der Meinung der Experten wurde das Interesse von FAD am Markt von der Konsolidierung des Weinmarktes und seinem stetigen Wachstum geweckt.

Der Chef vom Forschungszentrum des Ganzrussischen- und regionalen Alkoholmärkte Wadim Drobiz hat erwähnt, 2009 sei der Weinumsatz um 30 % gefallen, weil Russen sich wegen der Krise kostspielige Importweine nicht gönnen konnten. Jedoch bevorzugen 33 % Russen laut Angaben der Fondsumfragen Obschestvennoe Mnenie gerade den Wein. Schon seit 2006 wächst der Anteil der Weinliebhaber.

01.2010 sbyt.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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