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Russland: Indirekte Kinowerbung

Wie die Zeitung Wedomosti mitteilt, wurde die indirekte Werbung im Kino (product placement) in Russland zum ersten Mal im Gericht bestritten. Schauspielerin Tatjana Wassiljewa hat die Klage über den Verstoß der Urheberrechte eingereicht. Außerdem fordert sie der Schadensersatz vom Telefonanbieter MTS und der Fernsehsender, weil es im Film Neujahrstarif, den der Filmhersteller Profit gedreht hat, die verborgene Werbung von MTS gäbe.

Russland: Indirekte Kinowerbung

Es sei erwähnt, dass die Prämiere des Filmes Neujahrstarif (Tarif Novogondiy) in Dezember 2008 stattfand. In diesem Film verliert die Hauptfigur sein Handy. Dann schlägt ihm die andere Person - gespielt von Tatjana Wassiljewa - im Handyshop vor, den Mobilfunkvertrag zum Neujahrstarif abzuschließen. Dadurch gelingt es ihm seine Freundin zu finden und zu retten. Die Gesellschaft MTS hat die Werbekampagne des gleichnamigen Tarifes sofort gestartet, nachdem der Film erschien, dabei wurden in den Werbefilmen einige Szenen aus dem Film benutzt. Die Kassengebühren des Filmes in den GUS-Staaten haben 4 Millionen Dollar erreicht. MTS hat dabei für die indirekte Werbung im Film 11,3 Millionen Rubel ausgegeben.

Russland: Indirekte Kinowerbung

Tatjana Wassiljewa erklärte, dass sie keine Zustimmung für die Aufnahmen in der Werbung gegeben hatte. Deswegen hat sie die Klage zu MTS und den Fernsehsendern im Dezember 2009 gereicht. Damals hat das Samoskworezki-Gericht Moskaus die Klage abgewiesen. Dem Gericht wurde die Akte vorgewiesen, laut der alle Rechte auf die Videomaterialien des Filmes mit der Teilnahme von Tatjana Wassiljewa dem Filmhersteller Profit gehören. Jetzt wird der Rechtsspruch bestritten, weil der Anwalt der Schauspielerin Igor Labutitschew überzeugt ist, dass die Unterschrift von Tatjana Wasiliewa auf der Akte falsifiziert wurde. Außerdem fordert Igor Labutitschew das Geschäft zwischen MTS und Profit für nichtig zu erklären, weil die Szenen, die speziell in das Sujet des Filmes eingeschlossen sind, die in Russland verbotene indirekte Werbung darstellen.

Russland: Indirekte Kinowerbung

Wie auch in anderen Ländern verwendet man in Russland in den Filmen, Serien und Shows indirekte Werbung sehr oft. Mit ihrer Hilfe können die Filmhersteller viel Geld verdienen. So hat Regisseur Timur Bekmambetow 1,5 Millionen Dollar für die indirekte Werbung im Film Schwarzer Blitz bekommen, und der Fernsehsender TNT bekam in 2008 für die Werbung in der Fernsehshow Haus-2 8 Millionen Dollar. Die Verwaltung des Föderalen Antimonopoldienstes in Tatarstan hat die Nutzung der indirekten Werbung in der Fernsehshow Haus-2 Ende Februar 2010 verboten, weswegen der Gesellschaft eine Strafe in Höhe von 40 Tausend bis zu 500 Tausend Rubel droht.

26.02.2010 sbyt.ru
Übesrsetzung aus dem Russischen von NBS

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