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Russischer KaMAZ wird italienische Landwirtschaftstechnik herstellen

KaMAZ beabsichtigt sich in den für sich neuen Marktnischen zu behaupten. Aus diesem Grund wurde gestern eine Vereinbarung zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Case New Holland Gesellschaft unterzeichnet, welches sich mit der Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen befasst. Laut diesem Abkommen sollen in nächster Zeit auf dem Produktionsplatz KamAZs in Naberezjnye Tsjelny bis zu 4000 Einheiten der Vollerntemaschinen, Traktoren und anderer Agrartechnik unter den Handelsmarken Case New Holland hergestellt werden. In das Projekt sollen etwa 70 Millionen Dollar investiert werden.

Russischer KaMAZ wird italienische Landwirtschaftstechnik herstellen

Gestern haben KamAZ und Case New Holland Global NV, das zur Fiat Group gehört, das Abkommen über die Bildung eines Joint Ventures unterschrieben, welches schwerpunktmäßig Agrar- und Baumaschinen produzieren soll. Die Gesellschaften werden gleiche Anteile am Gemeinschaftsunternehmen CNH-KAMAZ Industrial BV haben.

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Das Joint Venture CNH-KAMAZ Industrial BV wird örtlich auf den Produktionsflächen von KamAZ platziert werden. Die Anfangsinvestitionen in dieses Projekt sollen 70 Millionen Dollar betragen. Es wird angenommen, dass das Gemeinschaftsunternehmen jährlich bis zu 4000 Einheiten herstellen wird. Dazu werden Geräte aus der Familie der Vollerntemaschinen mit Motoren ab 300 PS, zwei Traktormodelle mit 300/535 PS sowie auch verschiedene Bautechnik gehören. Schon im April soll damit begonnen werden, die nötige Technik zusammen zu bauen. Laut den Bedingungen des Abkommens soll Case New Holland das Recht auf die Produktion der Modellreihe und Technologien übergeben werden. Ferner soll das Werk in Naberezjnye Tsjelny in das globale Produktionsnetz der Gesellschaft Case New Holland aufgenommen werden. Es wurde bekannt, dass die Agrartechnik, einschließlich der Komponenten und der Instrumente, unter dem Warenzeichen New Holland Agriculture und New Holland Construction hergestellt werden sollen.

Frühere Quellen aus KamAZ hatten berichtet, dass in Zukunft Lieferanten an die Produktion der Landwirtschaftstechnik angeschlossen werden könnten. Wie der Pressesprecher Oleg Afanasjew mitteilte, ist es noch zu kompliziert, etwas über die Lokalisation zu sagen. Zur Zeit laufen die Verhandlungen mit den Ämtern darüber, dass auf dem Joint Venture die Probemontage eingeführt wird.

Case New Holland hatte früher schon versucht, den russischen Markt zu erobern. So wurde  Anfang 2008 die Gesellschaft Sollers ein Zulieferer der Sondertechnik für Case New Holland, jedoch konnten die Partner sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit nicht einigen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen mit Case New Holland und KamAZ, ist im Begriff, sich den Aufstieg der Technik in Russland zunutze zu machen, jedoch ist noch nicht klar in welchem Maße ein Dealernetz angelegt wird.

Der russische Markt der Landtechnik wuchs bis zur Krise tatsächlich nur in der Sparte des Importes an. So erhöhte sich von 2005 bis 2008 der Import der Technik um das Fünffache das heißt um bis zu 3,6 Milliarden Dollar. Dabei hat er seinen Anteil von 40 auf 65,5 Prozenten ausgebaut. Im Laufe der Finanzkrise hat der Import praktisch unterbrochen. 2009 sind die Verkäufe des Importes um bis zu 600 Millionen Dollar gesunken, wobei ein großer Teil der verkauften ausländischen Technik die Reste von den vorigen Jahren bildeten. Die Einkäufe der einheimischen Technik verringerten sich auf 44 %, sind also auf Marke 1,08 Milliarden Dollar gesunken. Jedoch bleiben die Bedürfnisse des Marktes hoch und einige ausländischen Unternehmen, wie zum Beispiel, Deere und Co., schwedisches Vaderstad und deutsches Horsch, spielen mit dem Gedanken, die Montage ihrer Geräte in Russland zu organisieren.

23.03.2010 sbyt.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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