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Piraterie: Matrosen der Kriegsmarine retteten russisches Tankschiff

In der Nacht zum 6. Mai rettete großes U-Boot-Abwehrschiff Marschal Schaposchnikhow russisches Tankschiff Moskowski Universität von somalischen Seeräubern. Das Tankschiff wurde am 5. Mai im Osten des Golfes von Aden gefangengenommen. An Bord befanden sich 23 Besatzungsmitglieder, alle sind Russen. Das Tankschiff transportierte 86.000 Tonnen des Roherdöls im Werte von 50 Millionen Dollar. 

Piraterie: Matrosen der Kriegsmarine retteten russisches Tankschiff

Die Seeräuber eröffneten Feuer, worauf Marinedivision das Schiff erstürmte. Als Ergebnis wurden 10 Seeräuber verhaftet, unter ihnen waren einige verletzt, einer von 10 wurde getötet. Keine Russen wurden verletzt. Die Ladung blieb unversehrt. Der Präsident Russlands Dmitry Medvedew bedankte sich beim Verteidigungsministerium für die Rettung des Personalbestandes des Schiffes. Die Mitglieder der Marinedivision sind zur Auszeichnung vorgeschlagen.

Das Schicksal der Seeräuber ist noch nicht besiegelt. Anfangs meldete offizieller Vertreter Ermittlungskomitee bei der Staatsanwaltschaft der Russischen Föderation Vladimir Markin, man führe die Seeräuber in Moskau, wo sie im Rahmen geltender Gesetzgebung und der Regeln des Völkerrechts vor Gericht kommen werden. Später meldete Vladimir Markin aber, der Ort der Ermittlungshandlungen an verhafteten Seeräubern sei noch nicht bestimmt.

Das ist nicht der erster Sieg der russischen Marinedivision über somalische Seeräuber. Im April 2009 verhaftete großes U-Boot-Abwehrschiff Admiral Panteleew 29 Seeräuber mit Waffen, die an Iran und Pakistan für weitere rechtliche Verfolgung übergeben wurden. In demselben Jahr verhaftete das andere U-Boot-Abwehrschiff Admiral Vinogradow im Golf von Aden eine Gruppe von Seeräubern, sie wurden nach Jemen übergeben.

Dmitry Medvedew sprach heute wieder über die Notwendigkeit, internationale Rechtsgrundlage für Seeräuberbekämpfung zu schaffen. Im Laufe des Treffens mit Bundesverteidigungsminister Anatoliy Serdjukow meldete er, dass in nächster Zeit er die Anweisung für Außenministerium und Verteidigungsministerium gibt, die Fragen des Schaffens internationaler Rechtsgrundlage durchzuarbeiten. Vielleicht wird es internationales Gericht oder andere juristische Mittel sein.

Medvedew beklagte sich darüber, dass er diese Frage mehrmals erörterte, auch im Laufe  des Summits im Waschington, es gab jedoch keine Reaktion. Im Ergebniss sei diese Situation aus der Sicht rechtlichen und politischen Mittel sehr schlimm. Medvedew betonte, solange es keine einheitliche Lösung gibt, wird Russland so verfahren, wie es die Urväter taten, als sie mit Piraten konfrontiert hatten. 

Am 27.April dieses Jahres verabschiedete Sicherheitsrat der UN im Laufe der öffentlichen Sitzung eine Resolution von den zusätzlichen Bekämpfungsmaßnahmen gegen Seeräuberei neben der Somalihalbinsel. Dieses Dokument soll zur Basis für die Gründung einer internationaler Gerichtsinstanz für die Strafverfolgung der Seeräuber werden.

Somalische Seeräuber sind seit 2008 aktiv. Jährlicher Verlust in Höhe von 13-16 Milliarden Dollar eingeschätzt.

06.05.2010 bfm.ru
Übersetzung aus dem Russischen von NBS

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