++++ Bruttoinlandsprodukt in Russland | BIP 2017: +1,6% | BIP 2018: +2,3% | Inflation 2018: 2,88% | BIP 2019 (Prognose): +1,3% ++++

Marktforschung-Expertise für preise

Nach Angaben des russischen föderalen Dienstes der Staatlichen Statistik war die Inflation in Russland in der Woche vom 21. bis zum 27. Juni auf dem Nullniveau, dabei war es so zum zweiten Mal im Juni. Seit Anfang Juni hat der Aufstieg der Verbraucherpreise 0,2 % ausgemacht und seit Anfang des Jahres – 5,0 %, was den offiziellen Prognosen insgesamt entspricht. Im Übrigen können die gewöhnlichen Bürger kaum die offiziellen optimistischen Kennziffern einschätzen, weil die Preise für die sozial bedeutsamen Lebensmittel viel schneller wachsen.

In den Apotheken von Moskau stellte man die Wucherpreise für Arzneimittel fest. So hat die Apothekenkette unter Namen 36,6 den Preis für das Präparat Fliksotid um das 2,5-fache erhöht, das zur Behandlung von Bronchialasthma verwendet wird. Für dieses Präparat hat die Apotheke den Aufpreis in Höhe von 24% statt des vorgeschrieben 10%-Aufpreises festgesetzt.

Auf Veranlassung des Leiters von Rosalkohol Igor Chuyan, wird bald in Russland der Minimalpreis für den hochprozentigen Alkohol eingeführt. Es ist noch nicht bekannt, wie hoch der Preis für eine Flasche Wodka sein wird. Zur Zeit wurde der ungefähre Preis von Wodka berechnet, der genaue Preis wird aber nur nach der Steigerung von Brandweinsteuersatzes berechnet. Es sei zu bemerken, dass jetzt eine Halbliterflasche von legalem Wodka nicht weniger als 90-100 Rubel kostet, man kann aber in Geschäften auch billigere Sorten von Alkohol mit Weinigkeittsgrad von 40 Grad finden.

Im Rahmen von Bildung des einheitlichen Zolltarifs der Zollunion Russlands, Kasachstans und Weißrusslands wird bis zum 1. Juni 2010 der Zoll für Haushaltsgeräte und Elektronik herabgesetzt. Der Zoll wird für Kleingeräte, so wie Bügeleisen und Staubsauger herabgesetzt, dabei wird diese Herabsetzung 5-10% betragen, und für einige Geräte wird der Zoll komplett abgeschafft. Der Zoll für große Haushaltsgeräte wird aber nicht gerändert, um die russischen Hersteller zu unterstützen und zu schützen.

Am 24. Dezember, wurde es vom FAS (Föderaler Antimonopoldienst der Russischen Föderation) die Strafgröße für den Mißbrauch der dominierenden Lage auf dem Erdölmarkt für die Unternehmen Lukoil und Rosneft bekannt gegeben. Die Strafen betragen jeweils 1,443 und 1,509 Mlrd Rubel. Der Paragraph 14.31 des administrativen Gesetzbuches sieht für solche Tätigkeiten eine Geldstrafe in Höhe von 1-1,5% des Profits aus dem Verkauf der Güter, auf dessen Markt (hier: Erdölprodukte) die Rechtsverletzung begangen wurde, voraus.

Staatlicher Antimonopoldienst Russlands (FAD) beauftragte seine territorialen Organe mit der Forschung der Preiseentwicklung auf sozialbedeutende Waren: Brot, Milch, Sonnenblumenöl. Der FAD-Leiter Igor Artemjew sagte dabei, er wird aufgrund einer Senkung der Kornpreise von den Brotbäckereien eine entsprechende Preisesanpassung fordern. FAD informierte vorher, dass Bäckereien überprüft werden können.

Russische Erdölgiganten gaben die Senkung der Flugzeugbrennstoffpreisen bekannt. Letzte Woche forderte FAD der Russischen Föderation von Unternehmen Lukoil, Erdöl-Gasprom, Rosneft, TNK-BP, Surgutneftegas, Tatneft und EK Alliance die Erdölprodukte-Preise zu senken. Dabei warnte Föderaler Antimonopoldienst der Russischen Föderation, sollten die Flugzeugkerosinpreise der Marktsituation nicht entprechen, so kann es der Grund sein, eine Verfolgung aufgrund der Verletzung des Antimonopolgesetzes aufzunehmen.

Der Präsident der Russischen Föderation hat die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass wegen der Erdölpreisesenkung die Petroleumpreise in aller Welt gesunken sind. Aber in Rußland werden, laut dem Präsidenten, die Preise nicht angepasst. „Ich beauftrage hiermit die Regierung, sich über die Antimonopolregelung klarzuwerden, zu klären ist: welche Kartellabsprachen gibt es, worin besteht das Problem. Dazu sollen Sie die Maßnahmen der Antimonopolregulierung ergreifen“.